Yellow Cabs: New Yorks gelbe Wahrzeichen verschwinden aus dem Stadtbild

Sie gehören zum New Yorker Stadtbild wie die Freiheitsstatue oder der Central Park: die gelben Taxis. Doch vielleicht nicht mehr lange. Denn die Corona-Krise könnte endgültig das Aus für sie bedeuten.

Keine Touristen, Homeoffice und geschlossene Schulen – es ist ruhiger geworden auf New Yorker Straßen und das merken auch die Taxifahrer und Taxifahrerinnen der berühmten Yellow Cabs.

Seit Beginn der Corona-Krise sei ihr Verdienst mit den ikonischen gelben Fahrzeugen bis zu 80 Prozent zurückgegangen, sagen sie. Viele von ihnen sind mittlerweile auf das Gehalt ihrer Partnerin oder ihres Partners angewiesen.

Viele Yellow Cabs stehen in der Garage

Bereits vor der Pandemie stand es nicht gut um die Yellow Cabs: Anbieter wie Uber oder Lyft haben ihnen die Hälfte der Fahräste weggeschnappt. Im Laufe des letzten Jahres haben die Fahrer dann insgesamt 90 Prozent ihrer Gäste verloren und stehen kurz vor dem Aus.

Die New Yorker Taxigewerkschaft, Taxi Workers Alliance, gibt an, von 13.000 lizensierten Fahrern seien zurzeit gerade einmal 5.000 auf den Straßen unterwegs.

Die anderen Taxis bleiben hingegen in der Garage. Grund genug für die Gewerkschaft als auch die Fahrer auf die Straße zu gehen. Erst in der vergangenen Woche haben Dutzende Fahrer den Verkehr auf der Brooklyn Bridge blockiert.

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Yellow Cabs verschwinden immer mehr aus dem New Yorker Stadtbild. Ella de Kross@Unsplash

Gewerkschaft fordert Schuldenerlass für die Fahrer

Die Regierung unter Bürgermeister Bill de Blasio verspricht zwar Hilfe, wartet aber selbst noch auf Unterstützung aus Washington. Bekanntermaßen ist der Big Apple im Vergleich zu anderen US-Bundesstaaten, besonders hart von der Corona-Pandemie betroffen.

Gewerkschaftsleiterin Bhairavi Desai fordert dennoch von der Stadt einen Schuldenerlass für die Fahrer und Fahrerinnen, damit sie nicht ihre Existenzgrundlage verlieren – und New York nicht eines seiner bekanntesten und beliebtesten Wahrzeichen.

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