Veröffentlicht am 09/06/2020 um 21:00 von Martin Gerst

Helden von Rom: So sehen unsere Fußball-Weltmeister von 1990 heute aus

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Die deutsche Fußballnationalmannschaft, 1990

Die deutsche Fußballnationalmannschaft, 1990 © Bongarts / Staff / Getty Images

Mit einem Sieg im Finale gegen Argentinien sichert sich die deutsche Fußballnationalmannschaft 1990 den Weltmeistertitel in Italien. Nach 1954 und 1974 ist es schon das dritte Mal - eine Sensation! Bis heute ist ein Großteil der damaligen Mannschaft dem Fußball treu geblieben. Ganz so einfach kann man sich seinen Fangen dann doch nicht entziehen.

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Lothar "Loddar" Matthäus, 1990

Lothar "Loddar" Matthäus, 1990 © ullstein bild / Kontributor / Getty Images

Der Rekordnationalspieler Lothar Matthäus wird 1990 nicht umsonst zum "Weltsportler des Jahres" gekürt. Als Kapitän führt er die Mannschaft in eben diesem Jahr zum Sieg in der Weltmeisterschaft. Es ist der Höhepunkt seiner insgesamt fünf WM-Teilnahmen.

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Lothar "Loddar" Matthäus, heute

Lothar "Loddar" Matthäus, heute © ullstein bild / Kontributor / Getty Images

Als Kolumnist und TV-Experte tritt der 59-Jährige mittlerweile auf der ganzen Welt im Fernsehen. Von deutschen bis hin zu englischen und chinesischen Plattformen, überall kann er sein Fußball-Know-How an den Mann bringen. Für seine journalistischen Tätigkeiten wird ihm 2017 sogar der deutsche Sportjournalistenpreis verliehen.

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Jürgen "Klinsi" Klinsmann, 1990

Jürgen "Klinsi" Klinsmann, 1990 © picture alliance / Kontributor / Getty Images

Bei der WM 1990 schießt "Klinsi" insgesamt drei Tore, womit er für die damalige Mannschaft unersetzlich ist. Der eigentliche Bäckergeselle bekommt im Laufe seiner erfolgreichen Spielerkarriere gleich zwei Mal den Preis für den besten Fußballer Deutschlands - absolut gerechtfertigt!

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Jürgen "Klinsi" Klinsmann, heute

Jürgen "Klinsi" Klinsmann, heute © Maja Hitij / Staff / Getty Images

Kaum ein anderer Spieler der Sensationsmannschaft von 1990 ist dem Fußball so treu geblieben wie Jürgen Klinsmann. Nach seiner aktiven Karriere als Spieler avanciert er zu einem geachteten Trainer. Unter anderem trainiert er den FC Bayern München und die Nationalmannschaft der USA.

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Rudolf "Rudi" Völler, 1990

Rudolf "Rudi" Völler, 1990 © picture alliance / Kontributor / Getty Images

Wenn wir an deutsche Fußballgeschichte denken, kommt uns unweigerlich ein Name ins Gedächtnis: Rudi Völler. Der legendäre Stürmer bleibt uns bei der besagten WM 1990 vor allem mit einer Aktion im Kopf: Im Achtelfinale gegen die Niederlande erhält er zu Unrecht einen Platzverweis, nachdem er von Gegenspieler Frank Rijkaard bespuckt worden ist. Was für eine Szene! 

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Rudolf "Rudi" Völler, heute

Rudolf "Rudi" Völler, heute © Johannes Simon / Freier Fotograf / Getty Images

Auch "Tante Käthe" kann dem Fußball nach Karriereende nicht vollends den Rücken kehren. Im Jahre 2000 wird er Teamchef der Nationalmannschaft. Und das nicht ohne Erfolg: Bei der WM in Japan und Korea holt Deutschland mit seiner Hilfe einen starken zweiten Platz. Toll! Es gibt schließlich nur einen Rudi Völler.

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Andreas "Andi" Brehme, 1990

Andreas "Andi" Brehme, 1990 © picture alliance / Kontributor / Getty Images

Für unsere jüngeren Leser: Andi Brehme ist der Mario Götze von 1990. Im Finale gegen Argentinien schießt er Deutschland in der 85. Minute zum Weltmeister. Auch zuvor im Halb- und Achtelfinale schenkte er seiner Mannschaft jeweils ein Tor.

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Andreas "Andi" Brehme, heute

Andreas "Andi" Brehme, heute © Andreas Rentz / Staff / Getty Images

Brehme ist bis 2006 im Fußballgeschäft aktiv. Sowohl als Teammanager beim 1. FC Kaiserslautern und als Co-Trainer beim VfB Stuttgart kann er sich in der hart umkämpften Branche einen Namen machen.

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Bodo "Balu" Illgner, 1990

Bodo "Balu" Illgner, 1990 © Bob Thomas / Kontributor / Getty Images

Was bringt eine gute Abwehrkette, wenn der Torwart dahinter nichts taugt? Die Mannschaft kann sich 1990 glücklich schätzen: Mit Bodo Illgner haben sie einen erfahrenen Schlussmann, auf den sie sich verlassen können. Mit seinen Paraden bietet er genau den Rückhalt, den seine Mitspieler brauchen, um getrost nach vorne spielen zu können.

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Bodo "Balu" Illgner, heute

Bodo "Balu" Illgner, heute © Peter Bischoff / Freier Fotograf / Getty Images

Schon vier Jahre nach der Weltmeisterschaft in Italien tritt Bodo Illgner überraschend aus der Nationalmannschaft aus. Weitere sechs Jahre später beendet er seine Spielerkarriere dann endgültig. Für seine Leistungen zwischen den Pfosten wird er mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet.

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Andreas "Andi" Möller, 1990

Andreas "Andi" Möller, 1990 © picture alliance / Kontributor / Getty Images

Bei der WM kommt Andi Möller als jüngster Spieler der Mannschaft nur in der Vorrunde und im Viertelfinale zum Einsatz. Doch die Erfahrungen, die er dort sammelt, zahlen sich später aus. Bis 1999 schießt er stolze 29 Tore im Nationaltrikot. Dementsprechend erfolgreich ist er auch im Vereinsfußball. Rückblickend kann er sich über zwei deutsche Meisterschaften und einen Champions-League-Titel mit Dortmund freuen.

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Andreas "Andi" Möller, heute

Andreas "Andi" Möller, heute © Laszlo Szirtesi / Kontributor / Getty Images

Während seiner Trainerlaufbahn, die er nach Beendigung seiner aktiven Karriere einschlägt, kann er nur wenige Erfolge verzeichnen. Als Leiter des Nachwuchsleistungszentrums der Eintracht Frankfurt, seinem Ex-Verein, ist der "Frankfurter Bub" jedoch hochgeachtet. 

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Karlheinz "Kalle" Riedle, 1990

Karlheinz "Kalle" Riedle, 1990 © picture alliance / Kontributor / Getty Images

Karlheinz Riedle erzielt beim Elfmeterkrimi gegen England im Halbfinale der WM einen wichtigen Treffer vom Punkt. Ansonsten wird er vor allem für seine unglaubliche Sprungkraft bewundert. Die Dominanz in Kopfballduellen bringt ihm nicht ohne Grund den Spitznamen "Air" ein.

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Karlheinz "Kalle" Riedle, heute

Karlheinz "Kalle" Riedle, heute © DeFodi Images / Kontributor / Getty Images

Der 54-jährige Ex-Fußballer besitzt heute ein 4-Sterne-Hotel und ein Fußball-Camp für Kinder. Außerdem ist er seit nun schon mehreren Jahren für seinen ehemaligen Verein Borussia Dortmund als internationaler Markenbotschafter tätig.

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Pierre "Litti" Littbarski, 1990

Pierre "Litti" Littbarski, 1990 © picture alliance / Kontributor / Getty Images

Der eigentlich als Außenstürmer geschulte Littbarski spielt bei der WM in Italien im Mittelfeld. Trotzdem kann der Dribbelkünstler in der Vorrunde eines der 15 Tore erzielen, die die deutsche Mannschaft im Turnier verzeichnen kann.

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Pierre "Litti" Littbarski, heute

Pierre "Litti" Littbarski, heute © Boris Streubel / Kontributor / Getty Images

Als Trainer bekommt Littbarski die ganze Welt zu sehen. Er startet seine Laufbahn in Japan, wo er zuvor noch als Spieler aktiv war, sitzt später aber auch in Europa, Australien und im Iran auf der Trainerbank. 2011 führt er den VFL Wolfsburg als Interimscoach fünf Spiele lang von der Seitenlinie an - von denen er allerdings nur eines gewinnen kann. Schade!

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Jürgen "Kokser" Kohler, 1990

Jürgen "Kokser" Kohler, 1990 © ullstein bild / Kontributor / Getty Images

Woher der Abwehrspieler seinen markanten Spitznamen hat, ist bis heute nicht ganz klar. Fest steht: 1990 hält er seiner Mannschaft mit vollem Einsatz und unbändigem Willen den Rücken frei. Er steht bei Vereinen wie dem FC Bayern München, Borussia Dortmund und Juventus Turin unter Vertrag, mit denen er nicht wenige Titel einfährt.

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Jürgen "Kokser" Kohler, heute

Jürgen "Kokser" Kohler, heute © Christof Koepsel / Staff / Getty Images

Jürgen Kohler ist unter anderem als Trainer der U-21-Nationalmannschaft und als Sportdirektor des Bundesligavereins Bayer Leverkusen tätig. Bis heute wird er als Motivator gefeiert, was er in seinen aktuellen Berufen als Unternehmensrepräsentant und Vermögensberater durchaus gebrauchen kann.

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Thomas "Icke" Häßler, 1990

Thomas "Icke" Häßler, 1990 © picture alliance / Kontributor / Getty Images

Trotz seiner Größe von nur 1,66 Metern darf man den quirligen Mittelfeldspieler nicht unterschätzen. Zurecht kommt er im Finale 1990 in Rom die volle Spielzeit zum Einsatz. Doch noch wichtiger als seine Auftritte bei der WM selbst, ist sein Tor gegen Wales in der Qualifikation für das Turnier, ein Jahr zuvor. Mit dem von ihm erzielten 2:1 ebnet er gewissermaßen Fußballdeutschland den Weg zum dritten WM-Titel.

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Thomas "Icke" Häßler, heute

Thomas "Icke" Häßler, heute © Christof Koepsel / Staff / Getty Images

Anstatt seine Füße nach Karriereende hochzulegen, drehte "Icke" noch einmal richtig auf. Egal ob als Techniktrainer des 1. FC Köln oder als Co-Trainer der nigerianischen Nationalmannschaft unter Berti Vogts, er zeichnet sich durch seinen Fleiß aus. Das stellt Häßler auch 2016 unter Beweis, als er bei der TV-Show "Let's Dance" fünf Runden übersteht, bevor er rausfliegt.

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Stefan "Turbo" Reuter, 1990

Stefan "Turbo" Reuter, 1990 © picture alliance / Kontributor / Getty Images

Stefan Reuter ist der Inbegriff eines Allrounders. Egal wo auf dem Platz, er kann immer brillieren. Deswegen wird er im Finale gegen Rom - wenn auch spät - noch eingewechselt. Er beginnt seine Karriere in Köln schon mit 17 Jahren, wodurch er von Anfang an Erfahrungen im Profifußball sammeln kann. Das zahlt sich später aus.

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Stefan "Turbo" Reuter, heute

Stefan "Turbo" Reuter, heute © TF-Images / Kontributor / Getty Images

Bei verschiedenen Bundesligavereinen stellt Stefan Reuter sein taktisches Geschick unter Beweis. Als Spieler lebt er von seiner Disziplin - diese bleibt ihm auch später noch erhalten, wodurch er bis heute als knallharter Manager hoch angesehen ist.

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"Der Kaiser", Franz Beckenbauer, 1990

"Der Kaiser", Franz Beckenbauer, 1990 © Simon Bruty / Staff / Getty Images

Das richtige Agieren des Trainers entscheidet letzten Endes über Sieg und Niederlage. Mit dem Sieg bei der Weltmeisterschaft 1990 als Coach erreichet der "Kaiser" etwas, was zuvor nur der Brasilianer Mario Zagallo schaffte. Er wird sowohl als Spieler, als auch als Trainer Weltmeister. Das macht ihn - nicht nur in Deutschland - unsterblich. Der Titel setzt seiner sowieso vorbildlichen Bilanz als Fußballer das Sahnehäubchen auf. Respekt!

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"Der Kaiser", Franz Beckenbauer, heute

"Der Kaiser", Franz Beckenbauer, heute © Alex Grimm / Staff / Getty Images

Aktuell ist das Vermächtnis Beckenbauers von den Korruptionsvorwürfen um die Weltmeisterschaft 2006 überschattet. Trotzdem muss man ihm lassen: Was den Fußball angeht, zieht er Erfolg förmlich an, egal ob auf oder abseits des Feldes. Eine wahrlich "kaiserliche" Karriere!