Elektrohalsbänder und Schläge: Umstrittener Hundetrainer geht auf Europa-Tournee

Hundetrainer sind eigentlich da, um einen Hund zu erziehen. Hundebesitzer zahlen viel Geld, um professionelle Hilfe zu bekommen. Umso schrecklicher, wenn das entgegengebrachte Vertrauen mit den Füßen getreten wird, wie im Fall Jeff Gellman.

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© Lios@Getty Images
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Der US-Amerikaner Jeff Gellman zieht die Wut von Hundebesitzern auf der ganzen Welt auf sich. Seine Vorgehensweisen bei der Erziehung der Tiere ist nämlich äußerst brutal und schockiert die Hundehalter.

Dabei tut der Mann alles, um professionell zu wirken. Auf seiner Internetseite begrüßt er die Hundebesitzer mit folgenden Worten: "Ich bin so glücklich, dass Ihr hier seid. Ich weiß, dass Ihr kämpft - aber Ihr habt eine tolle Hilfe gefunden." Er verspricht, dass er auch bei aussichtslosen Fällen helfen könne und dass das Training sein "liebstes Hobby" sei.

Hundeprofi misshandelt Tiere

Der Hundetrainer aus Rhode Island soll im August auch auf Europatour gehen und dort live sein Können beweisen. Unter anderem sind Auftritte im englischen Manchester und in Schottland geplant. Darüber beschweren sich aber viele Menschen, denn sie wollen den brutalen Tiertrainer nicht in ihrer Nähe wissen. Aber woher kommt der Hass?

Im Internet kursieren Videos, in denen der Tiertrainer bei der Arbeit zu sehen ist. Gellman geht dabei alles andere als vorsichtig mit den Hunden um, ganz zum Entsetzen der Besitzer. In einem Video sieht man, wie der Hundeflüsterer ohne Vorwarnung oder Grund mit einem Handtuch auf einen weißen Hund einschlägt, der nicht damit gerechnet hat und jaulend zur Seite springt.

Quelle: Twitter

Petition gegen den Tierquäler

In einem anderen Video sitzt ein Hund brav neben dem Trainer und wieder schlägt der selbsternannte Hundeprofi mit einem Handtuch zu. Beide Male trifft er die Tiere direkt am Kopf. Die umstehenden Menschen greifen nicht ein und lassen den Mann gewähren.

Um die Praktiken zu unterbinden, setzen sich Tierschützer dafür ein, dass der Mann nicht nach Europa kommt und sein Wissen weitergibt. Dafür haben sie auf change.org eine Petition gestartet. Das anfängliche Ziel von 75.000 Unterschriften wurde schon erreicht und das neue Ziel von 150.000 Unterschriften dürfte auch bald geknackt werden.

Quelle: Twitter

Er nutzt verbotene Hilfsmittel

Die Tierschützer kritisieren auch die Methoden des Trainers. Er nutzt nicht nur Handtücher zum Schlagen, sondern benutzt auch Werkzeuge, die in einigen Ländern sogar verboten sind, wie Elektroschock-Halsbänder.

Spätestens jetzt sollte Hundebesitzern klar sein, dass dieser Mann nicht auf das Tierwohl achtet. Die Menschen sind ihm übrigens ebenso egal: Die Teilnehmer seiner Seminar werden definitiv abgezockt, eine Karte kostet umgerechnet etwa 700 Euro.

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