Wer das Frühstück auslässt, nimmt ein krasses Gesundheitsrisiko in KaufWer das Frühstück auslässt, nimmt ein krasses Gesundheitsrisiko in Kauf
Wer das Frühstück auslässt, nimmt ein krasses Gesundheitsrisiko in Kauf
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Wer das Frühstück auslässt, nimmt ein krasses Gesundheitsrisiko in Kauf

Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit des Tages. In einer Studie untersuchen japanische Forscher das Essverhalten und seine Auswirkung auf die psychische Gesundheit. Dabei entdecken sie einen ungewöhnlichen Zusammenhang.

Vermehrt empfehlen neue Abnehm-Trends, das Frühstück als festen Bestandteil der Essgewohnheiten von der Tagesordnung zu streichen. Sie werben mit drastischen Gewichtsverlusten, die ein solch radikaler Schritt mit sich bringen soll. Doch nun offenbart eine japanische Forschergruppe Ergebnisse, die zeigen, dass das Frühstück nicht nur sprichwörtlich die wichtigste Mahlzeit des Tages ist.

Verzicht aufs Frühstück steigert das Depressions-Risiko

In der Fachzeitschrift Psychiatry Research erklären die Wissenschaftler, wie sie den Zusammenhang zwischen ausgelassenem Frühstück und Depressionen untersuchen. Zu diesem Zweck befragen sie mittelalte japanische Arbeiter, die zuvor noch keine psychischen Erkrankungen aufwiesen.

Die Teilnehmer der Studie werden gebeten anzugeben, wie oft sie in der Woche frühstücken - von "täglich" bis hin zu "weniger als ein Mal" ist alles möglich. Danach werden sie akribisch untersucht, ob sie Anzeichen von Depressionen zeigen, gemäß einer genormten Depressions-Tabelle. Die Ergebnisse könnten eindeutiger nicht sein.

In Deutschland leiden fast 9 Prozent aller Erwachsenen unter Depressionen.  Maskot / Getty Images

Die Forscher belegen, dass das Depressions-Risiko steigt, je seltener die Befragten frühstücken. Wer nur ein bis zwei Mal pro Woche morgens eine Mahlzeit verzehrt, wird also mit höherer Wahrscheinlichkeit depressiv. Um ganz genau zu sein, rechnet das Team sogar andere Faktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum oder erhöhte Stress bei der Arbeit in ihre Kalkulation mit ein. An dem Endresultat ändert das allerdings nichts.

Forscher stehen vor einem Rätsel

Noch ist unklar, wie das Phänomen zu erklären ist. Es wird vermutet, dass es daran liegt, dass das Frühstück am Morgen den Cortisol-Spiegel senkt. Bis des Rätsels Lösung irgendwann abschließend gefunden wird, sollten wir also nicht vergessen: "Iss morgens wie ein Kaiser, mittags wie ein König und abends wie ein Bettler."

Von Thomas Schmitt

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