Marktlücke: Junge Amerikanerin stellt wiederverwendbares Toilettenpapier her
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Marktlücke: Junge Amerikanerin stellt wiederverwendbares Toilettenpapier her

Um sich im Supermarkt nicht mit den anderen Kunden um Toilettenpapier streiten zu müssen, hat diese junge Mama eine praktische und umweltfreundliche Idee.

Cherish O'Dell, ursprünglich aus Independence in Missouri, leidet ganz sicher nicht unter dem Mangel an Toilettenpapier. Während es in Supermärkten immer wieder zu Kämpfen um das "Weiße Gold" kommt, lautet die Devise der Amerikanerin: "Do It Yourself!".

Zwischen 15 und 35 Dollar die Rolle

Die 31-jährige Mama hat beschlossen, nicht untätig zu bleiben, jetzt wo die Corona-Pandemie auch die USA erreicht hat. Also holt Cherish ihre Nähmaschine heraus und stellt ihr eigenes Toilettenpapier her.

Klopapier ist seit Beginn der Corona-Krise ein kostbares Gut  knape@Getty Images

Raffiniert näht sie sich aus Stoff wiederverwendbares und waschbares Toilettenpapier. Wie auch jenes aus dem Supermarkt, besteht ihres aus mehreren Blättern, die auf eine Rolle aufgewickelt sind und mit einem Druckknopf zusammengehalten werden. Mittlerweile verkauft sie ihre Erfindung auch im Internet für 15 bis 35 Dollar das Stück.

Für ihren Bruder

Mit dem Erlös aus dem Verkauf möchte sie ihrem Zwillingsbruder die Behandlung seiner Epilepsie bezahlen. Dank ihm hatte sie die Idee für das Toilettenpapier, nachdem er sich bei einem epileptischen Anfall stark am Rücken verletzt hat.

Seit Beginn der Corona-Krise habe sie ihre Denkweise drastisch geändert, insbesondere will sie sich jetzt noch besser um ihren Bruder kümmern, erklärt die Amerikanerin:

In einer Situation wieder dieser sollte man in den Überlebensmodus schalten, vor allem für die, die man liebt, und ich nehme das sehr ernst.

Im Vergleich zu Tausenden anderen Amerikanern, die sich beim Ausbruch der Krise Schusswaffen gekauft haben, machen solche Ideen wirklich Freude. Wir alle könnten mal ein bisschen in den "Überlebensmodus" schalten, ohne dabei zu egoistisch zu werden.

Von Martin Gerst

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