Mann trinkt drei Liter Milch pro Tag mit erschreckenden Folgen

Ein 39-jähriger Mann leidet seit Tagen unter starken Bauchschmerzen. Im Krankenhaus stoßen die Ärzte an ihre Grenzen. Der Grund: Sein Blut ist für eine Untersuchung beinahe zu fetthaltig.

Der Mann hat vier Tage lang Schmerzen im Oberbauch. Er hat sich bisher zwei Mal übergeben, aber ansonsten funktioniert seine Verdauung normal und er kann auch wie gewohnt essen und trinken. Schließlich entscheidet er sich aber doch dazu, sich in die Notaufnahme ins Londoner Royal Free-Krankenhaus einweisen zu lassen.

Mann setzt Medikamente ab

Der Mann hat Fieber, sonst scheint aber erst einmal nichts ungewöhnlich zu sein. Er berichtet den Ärzten, dass er nicht raucht und wenig Alkohol trinkt. Allerdings hat der Mann Typ-2-Diabetes und ist übergewichtig. Er ist zudem bereits wegen einer Bauchspeicheldrüsenentzündung in Behandlung gewesen.

Der Mann berichtet weiter, dass er die wichtigen Diabetes-Medikamente abgesetzt hat. Die Ärzte sollen ihm damals nicht erklärt haben, wie sie sich auf den Körper auswirken und warum er sie dringend einnehmen sollte. Nach diesem Gespräch nehmen die Ärzte dem Mann Blut ab.

Blutfett viel höher als die Norm

Die Mediziner können nicht fassen, was bei der Analyse des Blutes herauskommt. Sie können das Blut nämlich gar nicht untersuchen, weil darin viel zu viel Fett enthalten ist wie im Fachblatt BMJ Case Reports steht. Die Blutfette liegen bei dem Mann pro Liter bei rund 100 Gramm - normal sind 1,5 Gramm. Auch das Cholesterin ist mit 10 Gramm pro Liter viel höher als die angestrebte Menge von unter zwei Gramm.

Das Blut wird in ein Speziallabor gesendet. Dort erfolgt die Diagnose, dass der Mann an einer Entzündung leiden muss. Auch der Langzeit-Blutzuckerwert ist zu hoch, was von dem Absetzen seiner Medikamente kommt.

PublicDomainPictures / PixabaySein Blutfett ist beinahe zu hoch, um es analysieren zu können. Ein Speziallabor schafft es schließlich.

Entzündete Bauchspeicheldrüse

Bei einer Computertomographie wird festgestellt, dass der Mann möglicherweise wieder ab einer entzündeten Bauchspeicheldrüse leidet. Diese wird normalerweise durch Gallensteine ausgelöst, welche aber bei ihm nicht vorhanden sind. Deshalb befürchten die Ärzte, dass der Mann an einer Pankreatitis leidet. Dabei handelt es sich um eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse, die durch hohe Blutfettwerte ausgelöst wird.

Die Ärzte glauben, dass die hohen Fettwerte im Blut durch eine vererbte Stoffwechselstörung zustande kommen. In einem Gespräch mit dem Patienten finden sie jedoch den wahren Grund für die hohen Werte heraus. Der 39-Jährige hat Milch gegen sein Sodbrennen getrunken, mindestens einen Liter täglich. Manchmal hat er sogar ganze drei Liter Milch am Tag getrunken. Ein Liter Vollmilch enthält rund 35 Gramm Fett, wodurch die hohen Werte zustande kommen.

Getty ImagesDie Bauchschmerzen werden immer stärker, da seine Bauchspeicheldrüse entzündet ist durch die große Menge an Vollmilch.

Erfolgreiche Behandlung

Dazu kommt, dass der Diabetes Typ-2 sich nicht nur auf den Blutzucker, sondern auch auf die Blutfettwerte auswirkt. Deshalb sind diese bei Diabetikern oft höher als bei gesunden Menschen. Daraufhin kann der Mann endlich behandelt werden und es geht ihm schon kurze Zeit später wieder besser. Er muss aber zukünftig seine Ernährung umstellen und darf nicht mehr so viel Milch trinken.

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Eine schwedische Studie der Universität Uppsala hat unlängst ergeben, dass zu hoher Milch-Konsum das Sterberisiko erhöhen kann. Ein Glas Milch tut den Knochen gut, aber drei Gläser Milch könnten chronische Entzündungen im Körper erhöhen, wie es im British Medical Journalveröffentlicht wurde. Daher am besten im Erwachsenenalter Kuhmilch nur in Maßen genießen.

Maximilian Vogel
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