Jojo-Effekt von Covid-19: Experte warnt dringlich vor dritten Welle

Ein Experte warnt vor einer dritten Corona-Welle und sorgt damit für starke Beunruhigung. Wodurch diese ausgelöst wird und ob wir sie verhindern können, erfahrt ihr von uns.

Jojo-Effekt von Covid-19: Experte warnt dringlich vor dritten Welle
Weiterlesen
Weiterlesen

Die ganze Welt wird aktuell von der zweiten Corona-Welle überrollt, die viele Länder in einen erneuten Lockdown getrieben hat. Einen kleinen Hoffnungsschimmer bieten die Fortschritte in der Entwicklung des Covid-Impfstoffes, doch neue Experten-Aussagen lassen schon jetzt eine weitere Corona-Welle befürchten.

Gibt es den Jojo-Effekt auch in der Pandemie?

Stefan Kluge ist Leiter der Intensivmedizin am Universitätskrankenhaus in Hamburg (UKE) und obwohl wir die zweite Welle noch nicht einmal überwunden haben, warnt er schon jetzt vor einer dritten.

Er befürchtet, dass Lockerungen der Sicherheitsmaßnahmen einen Jojo-Effekt mit sich bringen und somit eine erneute Welle auslösen könnten. Ist also Merkels Verschärfung zum Corona-Lockdown die bessere Wahl?

Bei Lockerungen werden die Leute nachlässiger, doch eine Herdenimmunität durch Impfung dauert auch noch.  Marko Geber@Getty Images

Unsere größten Feinde: Der Winter und die Disziplin

Gegenüber dem Hamburger Abendblatt erklärt der Experte, dass die Menschen durch die lange Zeit der Pandemie nachlässiger werden. Würden nun Lockerungen durchgesetzt, befürchtet er einen erneut starken Anstieg der Fallzahlen.

Hinzu kommt, dass die aktuell niedrigen Temperaturen eine solche Entwicklung begünstigen würden. Der Zeitraum zwischen der ersten und der zweiten Welle war wegen des Sommers deutlich größer. Im Winter aber halten sich die Menschen vermehrt drinnen auf.

Die nächsten zehn Tage sind entscheidend

Die einzige Möglichkeit, eine dritte Welle zu verhindern, ist Stefan Kluge zufolge eine hohe Disziplin und zwar nicht nur über wenige Tage oder Wochen, sondern die nächsten Monate.

Ob sich die "kleinen positiven Signale", die sich in der aktuellen Entwicklung abzeichnen, weiter verbessern oder wieder verschlechtern, wird sich laut dem Experten in den nächsten zehn Tagen entscheiden.

Kein Luftholen für Ärzte und Pflegekräfte

Noch zeichne sich auf der Intensivstation des UKE kein Engpass an Betten und Beatmungsgeräten ab, sollte sich die Lage jedoch weiter verschlechtern, könnte sich dies ganz schnell ändern.

Denn benötigt werden nicht nur intensivmedizinische Reserven, sondern auch Ärzte und Pflegekräfte, die in dieser Pandemie schon seit Langem an ihre Grenzen stoßen, sodass mittlerweile schon Mitarbeiter aus der Rente wieder aktiviert werden müssen.