Hunderte Impfdosen unbrauchbar gemacht: Krankenhausapotheker zu 3 Jahren Haft verurteilt

Die US-Staatsanwaltschaft in Wisconsin in den USA verurteilt einen Krankenhaus-Apotheker zu drei Jahren Gefängnis, weil er den Impfstoff von Moderna absichtlich unbrauchbar gemacht hat.

Hunderte Impfdosen unbrauchbar gemacht: Krankenhausapotheker zu 3 Jahren Haft verurteilt
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Ein Apotheker des Aurora Medical Center in Grafton, Wisconsin hat laut eigenem Geständnis absichtlich mehrere hundert Dosen des Moderna-Impfstoffes unbrauchbar .

Der 46-jährige US-Amerikaner Steven Brandenburg soll allgemein skeptisch gegenüber den Corona-Impfstoffen gewesen sein, aber ganz besonders gegenüber dem von Moderna.

Hunderte Moderna-Dosen unbrauchbar

Brandenburg entfernt demnach im Dezember 2020 während zwei aufeinanderfolgender Nachtschichten Impfstoffvorrat aus einem der Krankenhauskühlschränke.

Nachdem ein Kollege wenig später die Kisten entdeckt und zurückstellt, werden weitere 57 der kompromittierten Dosen an Patienten verimpft, bevor der Vorfall auffliegt.

Das Krankenhaus schickt die restlichen Impfdosen an Moderna, um zu prüfen, ob die Wirksamkeit verloren gegangen ist, oder, ob man sie noch verwenden kann.

Er bekennt sich schuldig

Das Vakzin bei Standard-Kühlschranktemperatur 30 Tage lang aufbewahrt werden. Der Versand erfolgt kostenlos. Diese Kühlkette hat der Apotheker mit seiner Handlung unterbrochen.

Das gesteht er jetzt. Laut eigener Aussage fühle er sich "schrecklich" und er schäme sich für seine Tat. Was passiert ist, tue ihm "zutiefst Leid", wie Brandenburg weiter bekennt:

Ich hatte nicht das Recht, diese Entscheidung zu treffen.

Es ist zum Glück Niemand zu Schaden gekommen. Dennoch verurteilt ihn das Gericht zu drei Jahren Haft. Des Weiteren fordert es eine Entschädigungszahlung an sein Krankenhaus.

Er soll 83.800 US-Dollar an das Aurora Medical Center zahlen, weil er das Risiko, dass Jemand in Todesgefahr geraten oder verletzt werden könnte, bei seiner Tat ignoriert habe.

Das ist nicht der erste impfstoff-bezogene Skandal. So hat erstattet ein Risikopatient Anzeige, weil er AstraZeneca statt Biontech erhalten hat. Und eine Krankenschwester füllt Coronaspritzen mit Kochsalzlösung, um einen Fehler zu vertuschen.