Taucher wird von Buckelwal verschluckt und wieder ausgespuckt

Ein Hummertaucher ist gerade unter Wasser unterwegs, als ihn plötzlich ein Wal verschluckt. Doch der Mann überlebt dieses außergewöhnliche Erlebnis. Seitdem wird er von seinen Kumpels "Jona" genannt.

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Michael Packard ist gerade vor der US-Ostküste in elf Metern Tiefe, als ihn plötzlich ein Buckelwal verschluckt. Das Ganze erinnert an die Geschichte von Jona, der laut Bibel von einem Wal verschluckt und nach drei Tagen wieder ausgespuckt wurde. Bei dem US-Amerikaner sind es allerdings nur etwa 30 Sekunden, in denen er sich im Inneren des riesigen Tiers befindet.

Hummertaucher versehentlich von Buckelwal verschluckt

Der Hummertaucher ist mit seinem Boot vor der US-Ostküste (Cape Cod, Massachussetts) unterwegs, und springt ins Wasser, um seiner Arbeit nachzugehen. Dabei befindet er sind gerade in einer Tiefe von rund elf Metern, als ihn plötzlich ein Buckelwal verschluckt, wie dieCape Cod Times berichtet. Der 56-Jährige erinnert sich:

Plötzlich fühlte ich einen großen Stoß. Das nächste, was ich wahrnahm, war komplette Dunkelheit. Dann bemerkte ich, dass ich mich bewegte und dass der Wal seine Mundmuskeln zusammenquetschte. Ich war komplett drin.

Sein erster Gedanke ist, dass er von einem weißen Hai gefressen worden sein muss. Dann bemerkt er allerdings schnell, dass das Tier, in dem er sich befindet, keine Zähne hat. Trotzdem ist der nächste Gedanke, der ihm in den Sinn kommt: "Hier komme ich nicht mehr lebend raus, ich bin tot."

Doch etwa 30 Sekunden, nachdem Packard verschlungen wurde, taucht der Buckelwal plötzlich auf. Offenbar passt ihm der blinde Passagier so nicht. So berichtet der Hummertaucher:

Ich sah Licht und er (der Buckelwal) warf seinen Kopf von Seite zu Seite. Und dann nahm ich wahr, dass ich mich auf einmal wieder draußen im Wasser befand.
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Der Wal spuckt den blinden Passagier einfach wieder aus. Pixabay@Pexels

Packard überlebt den Vorfall völlig unversehrt

Crewmitglied Josiah Mayo bestätigt laut der Zeitung die Geschehnisse und erläutert, dass der "mittelgroße" Wal demnach aus dem Wasser "geplatzt" sei und Packard durch sein Maul in die Freiheit geschleudert habe. Das Besatzungsmitglied rettet Packard aus dem Wasser, fährt an Land und bringt den Taucher sogleich ins Krankenhaus.

Packard überlebt ohne große Verletzungen und trägt lediglich ein paar Schrammen und blaue Flecken von seinem ungewöhnlichen Wal-Abenteuer davon - noch am selben Tag wird er aus dem Krankenhaus entlassen.

Der 56-Jährige hat trotz seines erstaunlichen Erlebnisses vor, baldmöglichst wieder tauchen zu gehen. Ein seltener Moment, der hin und wieder passiert, wie auch dieser deutsche Taucher bezeugen kann...