Hohe Rückfallrate bei Covid-19: Viele Krankenhauspatienten erkranken Monate später erneut
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Hohe Rückfallrate bei Covid-19: Viele Krankenhauspatienten erkranken Monate später erneut

Von Alma Feliz

Nicht wenige vom Coronavirus genesene Menschen kehren mehrere Monate nach der Infektion wieder ins Krankenhaus zurück. Was hat es mit diesem besorgniserregenden Phänomen auf sich?

Eine britische Studie widmet sich der beunruhigenden Zahl an Patienten, die mehrere Monate nach ihrer Corona-Infektion wieder ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Ein Drittel der Covid-Patienten

Eine an 48.000 britischen Patienten durchgeführte Studie rückt zwei Beobachtungen in den Vordergrund, als diese nach einem Krankenhausaufenthalt als vom Coronavirus geheilt entlassen werden:

Nicht nur der Prozentansatz der erneuten Krankenhauseinlieferungen ist besonders hoch, sondern auch die Sterberate. Von den untersuchten Personen muss etwa ein Drittel im Laufe von vier Monaten nach ihrer ersten Infektion wieder ins Krankenhaus.

Schlimmer noch: Mehr als einer von zehn Patienten verstirbt im Laufe der nachfolgenden Monate. Die Studie, die in der britischen Fachzeitschrift British Medical Journal (BMJ) publiziert worden ist, zeigt also deutlich, dass „Long Covid“ nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist.

Einer der Autoren der Studie, Amitava Banerjee, Professor für medizinische Informatik am University College London, erläutert hierzu gegenüber dem Guardian:

Wir zeigen auf überzeugende Weise auf, dass wir hier weit von einer gutartigen Krankheit entfernt sind. Wir müssen Post-Covid-Patienten genau überwachen, um Organschäden möglichst früh zu erkennen.

Schwerwiegende Begleiterscheinungen

Im Rahmen einer Studie in der Fachzeitschrift Seizure: European Journal of Epilepsy widmen sich Wissenschaftler einer bestimmten Form von Anomalie.

Anhand von Elektroenzephalografien beobachten sie diese im Gehirn von Patienten, die am Coronavirus erkrankt sind. Ein Drittel der untersuchten Patienten weisen in der Tat Anomalien im Gehirn auf.

In erster Linie soll hier der Stirnlappen betroffen sein, eine Zone, die für Sprache und Motorik zuständig ist. Laut der Studie könnten auf die Corona-Erkrankung zurückgehende Sauerstoffmängel sowie Herzprobleme indirekt für die beobachteten Symptome verantwortlich sein.

Diese sehr ernsten Begleiterscheinungen mahnen uns zu erhöhter Vorsicht. Es ist also mehr als angeraten, die Corona-Schutzmaßnahmen peinlich genau zu befolgen.

Einen Licktblick gibt es für Geimpfte: Berichten zufolge lassen die Long Covid-Symptome nach einer Impfung gegen das Coronavirus bei vielen Menschen nach.


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