Grieskorn: Wie sie entstehen und welche Behandlung hilft

Auch wenn sie harmlos sind, können Grieskörner häufig sehr unästhetisch sein. Sie entstehen, wenn abgestorbene Hautzellen in der Hautoberfläche eingeschlossen werden. Betroffen sind in erster Linie Säuglinge, aber auch Erwachsene.

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Grieskörner, auch Hautgries, Epidermalzysten oder einfach Milien genannt, sind kleine weiße Erhebungen im Gesicht, die sich aus abgestorbenen Zellen bilden.

Grieskörner sind völlig unbedenklich und entstehen meist in Grüppchen. Ebenso schnell wie sie aufgetaucht sind, verschwinden sie nach einer gewissen Zeit auch wieder. Da sie ästhetisch jedoch nicht sonderlich ansprechend sind, suchen viele Betroffene einen Hautarzt oder eine Hautärztin auf, um den natürlichen Prozess der Abheilung zu beschleunigen.

Woran erkennt man Grieskörner?

Milien erkennt man an winzigen, Stecknadelkopf großen Erhebungen, die mit Keratin gefüllt. Die Hörner von Nashörnern sind übrigens auch mit Keratin gefüllt, so haben auch Fingernägel den Bestandteil Keratin - eine schwarze Linie auf dem Nagel kann jedoch lebensgefährlich werden.

Die Grieskörner sind weiß oder gelblich und treten vornehmlich um das Auge oder die Nase auf. Bei Kindern können Grieskörner auch am Körper auftreten.

Die Bildung hat nichts mit dem Hauttyp zu tun und ist nicht mit gewöhnlicher Akne zu verwechseln. Es handelt sich dabei um zwei völlig unterschiedliche Krankheitsbilder. Anders als Pickel kann man Grieskörner auch nicht ausdrücken.

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Einzelne Grieskörner können auch bei Säuglingen und Kleinkindern auftreten.   OlgaKorica@Getty Images

Was sind die Ursachen für Grieskörner?

Die völlig unbedenklichen Grieskörner können durch eine gestörte Zellteilung entstehen, wobei abgestorbene Hautzellen in der Haut eingeschlossen werden. Man spricht dann von der sogenannten "Primären Milie". Insbesondere Säuglinge und junge Menschen sind davon betroffen, da ihre Haut fester ist.

Die sogenannte "Sekundäre Milie" entsteht hingegen durch eine Verstopfung der Talgdrüsen. Manche Faktoren begünstigen die Entstehung dieser Milien: Verbrennungen, Kontakt mit ultravioletten Strahlen, die Verwendung von steroidhaltigen Cremes über einen längeren Zeitraum, Dermabrasion, aber auch sehr reichhaltige Cremes...

Wie werden Grieskörner behandelt?

Mit der Zeit verschwinden Grieskörner von ganz alleine. Allerdings kann man diesen Vorgang durch regelmäßige Peelings unterstützen, um so die Beseitigung abgestorbener Zellen auf lange Sicht zu erleichtern.

Bei besonders schweren oder unästhetischen Ausbrüchen kann auch ein Besuch beim Hautarzt oder bei der Hausärztin helfen. Dieser entfernt die Grieskörner mithilfe einer sterilen Nadel.

In der Regel bleiben durch diese Behandlung keine Narben zurück. Darüber hinaus kann euch der Arzt oder die Ärztin Tipps geben, wie ihr Milien in Zukunft vorbeugen könnt: ein sanftes Peeling, eine pflegende Feuchtigkeitscreme, ein fettfreier Sonnenschutz - Pflegeprodukte, die auch für Männer immer beliebter werden.

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