Die Pandemie soll jetzt mit Covid-Robotern in den Griff bekommen werden
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Die Pandemie soll jetzt mit Covid-Robotern in den Griff bekommen werden

Wie kann die Ansteckungsgefahr für medizinisches Personal minimiert werden? Ein ägyptisches Krankenhaus blickt mit einem spannenden Experiment in die mögliche Zukunft der Corona-Bekämpfung.

Wenn wir durch die Bekämpfung des Coronavirus eines lernen sollten, dann ist es, Probleme mit kreativen Lösungen anzugehen. Manche entdecken die Lösung in einem Lippenbalsam, um Coronaviren zu stoppen, andere setzen die Hoffnung in High-Tech.

Bestes Beispiel für neue Technologien: Ein Krankenhaus in der ägyptischen Stadt Tanta hat seit kurzem einen ganz besonderen Helfer in seinen Reihen zur Verstärkung des medizinischen Personals.

Roboter-Arzt behandelt Covid-Patienten

Das große Risiko für Pflegepersonal besteht zurzeit darin, dass sie sich bei der Behandlung eines Covid-Patienten selbst mit dem gefährlichen Virus infizieren können.

Um dieses Risiko zu minimieren, kommt Mahmoud el-Komy auf eine fantastische Idee. Der Maschinenspezialist baut einen Roboter, der mit möglichen Infizierten kommunizieren und sie behandeln kann!

"Cira 3" sieht auf den ersten Blick mit seinen Glubschaugen vielleicht etwas unheimlich aus, doch der kleine Roboter-Arzt entlastet seine menschlichen Kollegen jetzt schon enorm.

Egal ob er einen Corona-Test durchführt, Fieber misst oder einfach nur darauf hinweist, Masken zu tragen - indem er wichtige Aufgaben im Umgang mit möglichen Corona-Infizierten übernimmt, hilft Cira 3 dabei, die Ansteckungsgefahr für Ärzte und medizinisches Personal niedrig zu halten.

Roboter können bei Pandemien eine große Hilfe sein, wie das Beispiel des Covid-Roboters zeigt. KTSDESIGN/SCIENCE PHOTO LIBRARY@Getty Images

"Die Reaktionen der Patienten sind positiv"

Nachdem die Testphase für den Einsatz des Roboters nun langsam zu Ende geht, zieht der Erfinder von Cira 3 eine erste Bilanz. Er ist von der Leistung seines maschinellen Schützlings begeistert. Gegenüber Reuters erzählt el-Komy:

Die Reaktionen der Patienten sind positiv. Sie sehen den Roboter und sind nicht mehr ängstlich. Ganz im Gegenteil, das Vertrauen ist größer, denn der Roboter ist präziser als der Mensch.

Durch den Erfolg von Cira 3 und die gesammelte Erfahrung könnten schon bald weitere Roboter entwickelt werden, die mit immer vielseitigeren Fähigkeiten dem menschlichen Personal unter die Arme greifen. Bis es soweit ist, wird allerdings noch einige Zeit vergehen.

Doch für alle Technikbegeisterte ist vielleicht diese Erfindung genau das Richtige: Eine Maske, die nicht nur schützt, sondern auch in bis zu acht Sprachen kommunizieren kann...

Von Maximilian Vogel

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