Deutsche Ärztin: Diese Langzeitfolge hat die Smartphone-Nutzung auf das Gehirn von Kindern
Deutsche Ärztin: Diese Langzeitfolge hat die Smartphone-Nutzung auf das Gehirn von Kindern
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Deutsche Ärztin: Diese Langzeitfolge hat die Smartphone-Nutzung auf das Gehirn von Kindern

Kinder kleben förmlich am Bildschirm ihrer Smartphones, TV-Geräte und Tablets. Doch neue Untersuchungen haben ergeben, dass eine erschreckende Anzahl an Kindern mit negativen Auswirkungen auf die Sprache zu kämpfen haben.

Das Smartphone ist zwar praktisch und vertreibt Langeweile, es birgt aber auch genügend Gefahren. Das Handy kann die weibliche Fruchtbarkeit beeinträchtigen oder zu starken Verspannungen im Nacken führen. Neueste Studien zeigen nun, dass auch die kindliche Sprachentwicklung beeinträchtigt wird.

Sprachdefizite durch das Smartphone

Neueste Untersuchungen zeigen, dass immer mehr Kinder im Schulalter Sprachdefizite aufweisen. Das ist das Ergebnis der Amtsärztin Barbara Albrecht, die Schuleingangsuntersuchungen im Kreis Neuss durchführt.

Ein Viertel der Kinder im Alter zwischen fünf und sechs weisen Defizite in der Sprachentwicklung und vor allem in den Vorläuferfertigkeiten für das Textverständnis auf. Die Medizinerin Albrecht sieht einen klaren Zusammenhang zwischen Medienkonsum und den Sprachschwierigkeiten.

klimkin / PixabayKindern fällt es durch den Smartphone-Gebrauch immer schwerer, sich auf Texte zu konzentrieren und sich sprachlich auszudrücken.
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Hoher Medienkonsum

Kinder vor dem Schulalter haben zwar meist noch kein eigenes Smartphone, aber sie benutzen das ihrer Eltern oder Geschwister, um Videos zu schauen oder Spiele zu spielen. Sie verbringen somit bereits sehr viel Zeit vor dem Bildschirm. Und das hat negative Auswirkungen auf die Entwicklung der Kinder! Außerdem kann der häufige Gebrauch des Smartphones zu eines Sucht führen. Eine Schülerin verbringt sogar täglich über 13 Stunden, bis sie bemerkt, dass etwas mit ihr nicht stimmen kann.

Kreis Neuss ist kein Einzelfall, auch Andreas Gold, Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Frankfurt bemerkt Sprachdefizite bei Kindern: Vor allem die Lesekompetenz ist wenig ausgeprägt. Er beobachtet, dass Kindern das Lesen immer schwerer fällt! Gold sieht ebenfalls einen Zusammenhang zwischen den Defiziten und den neuen Medien.

Von Maximilian Vogel
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