Krafttraining, Schwimmen oder Jogging: Kann Sport aus der Depression helfen?
Krafttraining, Schwimmen oder Jogging: Kann Sport aus der Depression helfen?
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Krafttraining, Schwimmen oder Jogging: Kann Sport aus der Depression helfen?

Dass Sport gut für unsere Gesundheit ist, das weiß inzwischen so gut wie jeder. Doch Sport soll sogar gut für unsere Psyche sein und zwar in dem Ausmaß, dass er kranken Menschen aus ihrer Depression helfen soll.

Sport tut nicht nur unserem Körper gut, sondern auch für unseren Geist ist Sport ein wahres Wundermittel! Wissenschaftler sind den Auswirkungen von regelmäßigem Training auf unsere Psyche auf den Grund gegangen.

Auswirkungen auf das Depressionsrisiko

Sport ist gut für unsere Herz-Kreislauf- und Immunsystem. Das ist schon lange erwiesen. Doch nun haben sich Wissenschaftler mit der Frage befasst, ob und wie sich regelmäßiger Sport auf das Depressionsrisiko auswirkt. Und sie haben etwas Erstaunliches herausgefunden.

Die Erkenntnis, dass Menschen ohne sportliche Betätigung häufiger an Depression erkranken, gab es bereits. Daraus entwickelten die Forscher eine Studie zu Depressionsrisiken in Zusammenhang mit sportlicher Betätigung.

Depression: So wirken 1 bis 2 Stunden Sport pro Woche

Bei Probanden, die ein bis zwei Stunden pro Woche Sport trieben, war das Risiko deutlich niedriger als bei denjenigen, die gar keinen Sport machten. Und interessant ist auch, dass das Risiko bei mehr oder exzessivem Sport nicht noch mehr sinkt. Das bedeutet: Nur ein paar Stunden regelmäßiges Training reichen aus, um das Depressionsrisiko zu senken!

Bereits in frühen Therapieansätzen haben Psychotherapeuten wie Wilhelm Reich festgestellt, dass sich Atemübungen positiv auf Empfindungen von Angst und Wut auswirken können. In diesem Sinne haben neuere Studien untersucht, wie sich die tiefer werdende Atmung bei Bewegungsabläufen auf Depressionen auswirkt. Wer läuft, schwimmt oder Fahrrad fährt, atmet automatisch tiefer.

Es wurde außerdem untersucht, was beim Sport im Körper passiert, ist auf Leben mit Depression.de zu lesen. Sportler schütten bei der Kraftanstrengung das Hormon Kortisol aus, das der Körper bei Stress produziert. Wissenschaftler vermuten also, dass die tiefere Atmung als auch die Ausschüttung des Stresshormons die Stimmung des Sportlers verbessern und so auch depressiven Menschen helfen können.

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Depressionsrisiko: Die genauen Ursachen bleiben unklar

Den genauen Zusammenhang haben die Wissenschaftler allerdings noch nicht herausfinden können. Faktoren wie stärkerer sozialer Kontakt und eine positive Auswirkung auf unseren Körper im Allgemeinen können darauf einwirken, doch welcher Grund sich letztendlich genau dahinter verbirgt, das hat sich aus der Studie noch nicht ergeben können.

Von Sarah Kirsch
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