Corona-Plan: Diese Lockerung passt Merkel gar nicht!

Beim Corona-Gipfel am 3. März beraten Bund- und Länder über künftige allgemeine Maßnahmen. Das Ergebnis sind mehr Lockerungen als bisher erwartet, doch Bundeskanzlerin Angela Merkel muss Niederlagen einstecken.

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Nach mehr als neun Stunden Besprechung bleiben einige Fragen hinsichtlich des Umgangs mit der Pandemie ungeklärt, doch die neuen Regelungen dürften bei vielen für Freude sorgen.

Ab dem 8. März dürfen Buch- und Blumenläden sowie Gartencenter unter Einhaltung strenger Regeln wieder öffnen und die Kontaktbeschränkungen sollen gelockert werden. So können sich bald wieder mehrere Personen aus zwei Haushalten treffen.

Sogar im Restaurant-Außenbereich kann man dann auch wieder essen gehen. Die Ansteckungsgefahr im Freien sei laut Aerosol-Experte Gerhard Scheuch sowieso verschwindend gering.

Gehen die Lockerungen zu weit?

Die Wirtschaft wartet schon lange auf einen solchen Beschluss. Trotzdem gibt es genügend Gründe, die dagegen sprechen, die aktuell noch geltenden Einschränkungen so rasant herunterzuschrauben. Da die Fallzahlen wie im Januar zurzeit wieder steigen, sorgen die neuen Regelungen bei einigen für Kritik.

In der gestrigen Pressekonferenz sprechen Merkel, Müller und Söder über die neuen Beschlüsse.

Merkel pocht auf Notbremse

"Der Frühling 2021 wird ein anderer sein als der Frühling im vergangenen Jahr", sagte Angela Merkel im Anschluss an die nervenaufreibende Versammlung. Ihr strammer Corona-Kurs musste einige Punkte einbüßen.

So wurde zum Beispiel der bisherige Inzidenzwert von 35 auf 50 ausgeweitet. Das Risiko einer dritten Welle, wie sie schon in anderen europäischen Ländern eingetreten ist, bestehe zudem nach wie vor. So wird auch die internationale Zusammenarbeit immer wichtiger.

Die Kanzlerin setzt nun auf einen Notfallplan. Sollte sich die Lage wieder verschlechtern, weil die neuen Regelungen zu unüberlegtem Verhalten führen, werden die bisherigen Beschränkungen wieder eingeführt.

Letztendlich war das, "was wir gemeinsam durchgestanden haben", nicht umsonst. In Krankenhäusern beispielsweise hat sich die Lage auf den Intensivstationen wieder entspannt.