Bei diesem Corona-Symptom ist die Gefahr am höchsten, auf der Intensivstation zu landen

Eine neue Studie zeigt, dass ein Zusammenhang zwischen Symptomen einer Covid-19-Infektion und der Schwere des Krankenverlaufes besteht. Wir klären euch auf.

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Forscher sind seit Anfang der Corona-Pandemie gefühlt Tag und Nacht daran, alles Wissenswerte über Covid-19 in Erfahrung zu bringen. Dabei wird nicht nur an Behandlungsmöglichkeiten und Impfstoffen geforscht, sondern auch anhand von bereits Infizierten festgestellt, wie schwer der Krankheitsverlauf einzelner Patienten sein kann.

Zudem werden immer mehr Symptome von Covid-19 bekannt. Diese Anzeichen sollte am besten jeder von uns kennen, aber es gibt auch speziellere, wie beispielsweise Covid-Zehen.

Schwerer Verlauf auf Symptome zurückzuführen

Eine neue Studie, die im Londoner King’s College durchgeführt wurde, widmet sich dem schweren Verlauf von Covid-19-Erkrankungen. Dabei stehen Corona-Symptome im Mittelpunkt, die womöglich bereits auf einen schweren Verlauf hindeuten.

Dabei untersuchen die Wissenschaftler unter der Leitung von Claire Steves 1.653 Patienten, die an Covid-19 erkrankt sind. Aus den ausgewerteten Daten ziehen sie den Schluss, dass es sehr wohl einen Zusammenhang zwischen Symptomen und Krankheitsverlauf gibt.

Herausgearbeitet wurden dabei sechs unterschiedliche Gruppen an Corona-Symptomen. Darunter eine Symptom-Gruppe, die mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem schweren Verlauf betroffen ist.

Symptome von Covid-19 können sehr unterschiedlich sein, doch geben sie Auskunft über den Verlauf der Krankheit.  Dusan Ilic@Getty Images

Sechs Symptom-Gruppen

Am häufigsten tritt ein milder Krankheitsverlauf auf. Darunter fällt die erste Symptom-Gruppe, die eine Erkältung mit Schnupfen und oder Husten aufweist, aber ohne Fieber. Das Risiko einer Erkrankung mit schweren Folgen liegt bei 15 Prozent.

Wenn zu einer Erkältung auch Fieber hinzutritt, nimmt das Risiko zu und rund 4,4 Prozent benötigt eine künstliche Beatmung. Ähnliches Risiko mit ca. 3,7 Prozent Beatmung weisen Patienten auf, die Symptome wie Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Geschmacksverlust sowie Durchfall aufweisen. Diese Gruppe wird unter der Sammelbezeichnung "Gastrointestinaler Typ" zusammengefasst.

Das Risiko eines schweren Verlaufes steigt weiter bei 8,6 Prozent der Patienten, die völlige Erschöpfung einholt und bei 9,9 Prozent der Patienten, die plötzlich geistig verwirrt sind.

Kurzatmigkeit und Durchfall

Am gefährlichsten betroffen ist jedoch der abdominal-respiratorische Typ. Das Risiko, auf der Intensivstation zu landen und an Covid-19 zu versterben, liegt bei Symptomen wie Kurzatmigkeit, Durchfall und Bauchschmerzen bei 19,8 Prozent. Bei diesen Symptomen sollte also besser ganz schnell reagiert werden.