Unsolidarisch: Mesut Özil will nicht auf vollen Wochenlohn von 400.000 Euro verzichten
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Unsolidarisch: Mesut Özil will nicht auf vollen Wochenlohn von 400.000 Euro verzichten

Der Profifußball steht seit Ausbruch der Corona-Pandemie still. Um die Verluste einzudämmen, verkündet der FC Arsenal London am Montag, dass Spieler und Trainer zu Gehaltsverzichten bereit sind. Nur drei Spieler lehnen die Einschnitte ab - unter ihnen auch Top-Verdiener Mesut Özil.

Wie alle Ligen muss auch die englische Premier League aufgrund der Corona-Krise seit Wochen mit allen Spielen aussetzen. Der Stillstand ist nicht nur für die Millionen von Fans hart. Auch für die Fußball-Klubs bedeutet das Aussetzen der Spiele Millionenverluste. Mit einem Gehaltsverzicht will der FC Arsenal London den Schaden nun eingrenzen - doch nicht alle machen mit.

Vereinbarung mit Spielern und Trainer

Am Montag verkündet der englische Hauptstadtverein, dass Spieler und Trainer freiwillig auf 12,5 Prozent ihres Gehalts verzichten werden. Mit dieser Vereinbarung wollen sie dem Club durch die Corona-Krise helfen.

Allerdings würden die Gehälter nachgezahlt, sollte der Verein die Saison 2019/20 zu Ende spielen und so die vollen TV- und Sponsorengelder erhalten. Doch wie die englische Sun berichtet, wollen sich nicht alle dieser Vereinbarung anschließen.

Drei Spieler machen nicht mit

Drei Spieler wollen nicht auf einen Teil des Gehalts zu verzichten. Einer von ihnen ist der Topverdiener Mesut Özil. Sein Wochengehalt soll bei rund 400.000 Euro liegen. Zwar sei der 31-Jährige generell zu Einbußen bereit, doch wolle er erst abwarten, wie hart Arsenal wirklich von der Corona-Krise betroffen sei. Die Namen der anderen zwei Spieler nennt die englische Zeitung nicht.

Mesut Özil fordert mehr Transparenz von seinem Klub  David Price@Getty Images

Bereits vor einigen Wochen hat sich Özils Manager Erkut Sogut, der erst letztes Jahr schwere Vorwürfe gegen einige Fußballklubs erhob, im Podcast von The Athletic zu dem Thema geäußert und mehr Transparenz von Seiten des Vereins gefordert: "Wenn die Spieler all diese Einblicke haben, dann sind sie auch in der Lage, eine fundierte Entscheidung zu treffen, ob es richtig ist, Kürzungen zuzustimmen."

"Ich würde heute nicht empfehlen, einem Gehaltsverzicht zuzustimmen"

Weiter sagt der Manager, dass die Folgen der Krise für den Verein erst in drei bis sechs Monaten absehbar seien. Deshalb sei er erst einmal gegen den Gehaltsverzicht. Özil werde abwarten, wie sich die Situation entwickle, so sein Manager:

Ich würde heute nicht empfehlen, einem Gehaltsverzicht zuzustimmen, denn heute können wir noch nicht absehen, wann die Liga weitergeht und wann die Klubs wieder TV- und Sponsorengelder erhalten.

Ein weiter Grund gegen den Verzicht, wie die englische Presse berichtet, sei auch Özils Stiftung, mit der er benachteiligte Kinder und Jugendliche unterstützt. Auch deshalb will der Ex-Nationalspieler erst einmal nicht auf rund 2,5 Millionen Euro Gehalt verzichten.

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#M1Ö #tb

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Von Martin Gerst
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