Weniger Abgase: Corona-Quarantäne verschafft der Umwelt eine Pause
Weniger Abgase: Corona-Quarantäne verschafft der Umwelt eine Pause
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Weniger Abgase: Corona-Quarantäne verschafft der Umwelt eine Pause

Immer mehr Länder schotten sich ab, die Bevölkerung darf nur noch nach draußen, um wichtige Einkäufe zu erledigen. Da aktuell immer weniger Menschen auf den Straßen sind, sind logischerweise auch weniger Autos unterwegs. Das kommt der Umwelt gerade recht.

Die Erde bekommt gerade eine kleine Atempause. In vielen Ländern wie Frankreich, Italien, Belgien und Spanien gilt, dass niemand mehr das Haus verlassen darf, außer für ein paar Ausnahmen wie den Hund spazieren führen oder einkaufen.

Menschen bleiben zu Hause

Bei diesem sogenannten Log Down, also der totalen Abschottung, arbeiten immer mehr Menschen von zu Hause aus. Viele müssen gleichzeitig ihre Kinder betreuen, weshalb Kreativität im Freizeitangebot gefragt ist. Rausgehen kommt für viele nur noch infrage, um die nötigsten Besorgungen zu erledigen.

Dadurch, dass alle zu Hause bleiben, bleibt natürlich auch das Auto stehen, der Fernverkehr der Deutschen Bahn wird ebenfalls aufgrund der niedrigen Nachfrage erheblich eingeschränkt. Dadurch, dass weniger Fahrzeuge fahren, werden logischerweise auch weniger Abgase in die Luft gepumpt.

Leere Straßen  Pablo Blazquez Dominguez@Getty Images

Verschnaufpause für den Planeten

Der Erde tut diese kurze Verschnaufpause gut, weiß auch die NASA. Die Raumfahrtbehörde hat Satellitenbilder aus Wuhan veröffentlicht: Diese zeigen den Vergleich von Januar/Februar 2019 zu Januar/Februar 2020. Während 2019 noch viele Pendler und Passanten unterwegs sind, darf im Januar 2020 aufgrund des Coronavirus niemand mehr aus dem Haus gehen. Auch die Fabriken stehen still.

Das Ergebnis ist beeindruckend: Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie sehr die Belastung der Luft durch Abgase zurückgegangen ist. 2019 ist die Karte rot-gelb, also am äußersten Limit der Skala. Nur ein Jahr später, während des Stillstandes, sinken die Abgaswerte drastisch.

Weniger Touristen unterwegs

Diese Entwicklung zeigt, dass die Erde gerade eine Pause von uns Menschen bekommt. Die Flora und Faune bekommt kurz Zeit, um sich von uns Menschen zu erholen. Diese Pause könnte sogar noch das ganze Jahr andauern und weniger Tourismus bedeutet auch weniger Umweltverschmutzung.

Nichts los am Hamburger Flughafen picture alliance@Getty Images

Die Leute werden nicht mehr Hunderte Kilometer mit dem Auto in den Urlaub fahren und auch Kreuzfahrtschiffe werden die meisten von uns wohl meiden. Während die Tourismusbranche leidet, freut sich die Erde und mit ihr vermutlich auch die Fridays for Future-Aktivisten.

Veränderung des Arbeitsalltags

Experten sprechen sich sogar schon dafür aus, in Zukunft mehr Home Office zu machen, um den Verkehr zu entlasten. Außerdem könnte dauerhafte Arbeit von zu Hause aus dafür sorgen, dass die Menschen gar nicht mehr in der Stadt, also dicht an dicht, leben müssen.

Dadurch würden auch weniger Büros gebraucht und die dadurch gewonnene Fläche könnte für Wohnungen genutzt werden. Das ist aber bis zum jetzigen Stand noch Zukunftsmusik.

Von Pia Karim

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