Wie Schlangen: Der menschliche Körper könnte eines Tages Gift wie Schlangen herstellen

Forscher kommen in einer Studie zu faszinierenden Erkenntnissen. Wir erklären euch, wie auch die Menschen zu echten Giftspritzen werden könnten.

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Werden wir eines Tages Gift herstellen können, genauso wie Schlangen? Auf diese Frage wollen Wissenschaftler aus Australien und Japan in ihrer Studie Antworten finden.

Menschen produzieren Hormon von Schlangengift

Bei ihren Untersuchungen zum Gift von Klapperschlangen fällt den Wissenschaftlern auf, dass zwischen den Speicheldrüsen von Säugetieren und den Giftdrüsen von Schlangen eine genetische Verbindung besteht.

Sie entdecken ebenfalls, dass Menschen in der Lage sind, Kallikrein herzustellen. Hierbei handelt es sich um ein Hormon, dass im Speichel enthalten ist und die Grundlage für eine Vielzahl von Giften darstellt. Die Autoren erklären:

Die Gifte stellen einen Cocktail von Proteinen dar, den die Tiere als Waffe zur Immobilisierung und zum Töten ihrer Opfer anwenden bzw. um sich damit zu verteidigen.

Während Quallen, Spinnen, Skorpionen, Schlangen und selbst Säugetiere ihr Gift auf unterschiedliche Weisen verabreichen, ist das orale System, bei dem das Gift über einen Biss injiziert wird, eine der häufigsten.

Die schon seit langem vermutete Theorie, dass sich Giftdrüsen aus frühen Speicheldrüsen entwickelt haben, wird mit diesen Forschungsergebnissen zum ersten Mal bestätigt:

Die Schlangen haben dann die Sache übertrieben und eine große Anzahl verschiedener Giftstoffe in ihr Gift eingebaut, indem sie die Zahl der Gene erhöht haben, die an der Herstellung des Giftes beteiligt sind. Die Säugetiere, wie die Spitzmäuse, produzieren ein einfacheres Gift, das sehr große Ähnlichkeit mit dem Speichel aufweist.

Menschen werden wohl kein Gift produzieren

Laut den Wissenschaftlern ist es allerdings unwahrscheinlich, dass auch Menschen eines Tages Gift produzieren werden. Dafür wäre es nötig, die Lebensweise und insbesondere die Ernährung völlig zu ändern.

Vielleicht hilft es ja, sich mehrere giftige Schlagen als Mitbewohner ins Haus zu holen, und mit ihnen seine Zeit zu verbringen, wie es dieser Mann aus Florida tut.

Auch spielt der Nutzen einer Giftproduktion eine Rolle. In der Natur produzieren Tiere allein aus zwei Gründen Gift: Entweder um sich zu verteidigen oder um zu jagen.

Bei alledem darf man aber nicht vergessen, dass diese Entdeckungen weitere Fortschritte in der Behandlung verschiedener Krankheiten, wie beispielsweise Krebs, nach sich ziehen können.

Apropos giftig: Das sind die fünf giftigsten Spinnenarten der Welt. Auch in der Natur kann man ziemlich viele für den Menschen gefährliche Dinge finden. Hier findet ihr die allergefährlichsten Gifte aus der Natur.