Corona-Impfung vs. natürliche Infektion: Yale-Studie vergleicht die Wirkung der COVID-19-Antikörper

Ein Forschungsteam der Yale School of Medicine führte eine Studie durch, um die Wirkung von T- und B-Zellen auf die adaptive Immunität zu untersuchen. Und die Ergebnisse sind äußerst interessant für zukünftige Behandlungen gegen COVID-19.

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Eine neue Studie von Forscher:inne:n des Iwasaki Lab der Yale School of Medicine analysierte die Schutzkapazität von Antikörpern, die sowohl durch den COVID-19-Impfstoff als auch durch eine natürliche Infektion erzeugt werden. Die Studie wurde am 2. September in der Zeitschrift Science Immunology veröffentlicht.

Impfstoff vs. natürliche Infektion

Die Forscher untersuchten die Rolle von T- und B-Zellen bei COVID-19-Infektionen sowie die Unterschiede beim Schutz durch Impfstoffe verglichen mit dem natürlicher Infektionen. Bei einer Erstinfektion mit COVID-19 spielen demnach sowohl T- als auch B-Zellen eine Rolle bei der Bekämpfung der Krankheit.

Die Forscher:innen fanden nun heraus, dass Mäuse, die geimpft waren oder sich von einer natürlichen Infektion erholt hatten, auch wenn sie später wieder erkrankten, immer noch vor einer Infektion geschützt waren. Und dies selbst wenn die Wissenschaftler:innen die T-Zellen ihrer Immunantwort entfernten. Dies deutet darauf hin, dass auch Antikörper, die lediglich von B-Zellen produziert werden, vor einer erneuten Infektion schützen könnten.

Auch natürliche Infektion schützt ausreichend vor Beta-Variante

So fasst der Hauptautor der Studie Benjamin Goldman-Israelow zusammen:

Wir haben gesehen, dass Antikörper [die sowohl aus einem Impfstoff als auch als Antwort auf eine natürliche Infektion erzeugt werden] auch ausreichen, um gegen die.. Beta-Variante zu schützen. Dies ist die Variante, die sich – zumindest bis zu diesem Zeitpunkt – als die am resistentesten gegen Antikörper erwiesen hat. Noch mehr als die Delta-Variante.

Die Ergebnisse zeigen, dass trotz der Fähigkeit der Beta-Variante, adaptive Immunantworten zu umgehen, immer noch eine ausreichend große Antikörperantwort vorhanden ist, um vor schweren Erkrankungen zu schützen. Laut Goldman-Israelow ähneln diese Ergebnisse denen, die bei Menschen beobachtet werden, die sich nach einer Impfung erneut infizieren. Ihre Krankheitsverläufe sind oft weniger schwerwiegend und die Wahrscheinlichkeit eines Krankenhausaufenthalts oder eines Todes ist geringer.