Staphylokokken

Staphylokokken sind Bakterien, die für Infektionen und Krankheiten verantwortlich sind. Der Staphylococcus aureus tritt am Häufigsten auf. Aufgrund des sehr hohen Risikos einer Ansteckung ist die Behandlung von Staphylokokken extrem schwierig. 

Was sind Staphylokokken? Eine kurze Einführung zu den Bakterien

Staphylokokken sind Bakterien des Typs Kokken, die Erreger für zahlreiche Krankheiten darstellen können. Bislang werden bis zu 40 verschiedene Arten unterschieden, die Häufigste unter ihnen ist der Staphylococcus aureus. Er steht an erster Stelle der Keime, die sich in Krankenhäusern festsetzen und übertragen. Des Weiteren sind  Staphylococcus epidermidis, sowie Staphylococcus saprophyticus zu erwähnen. Staphylokokken können auch bei Haustieren, wie einem Hund auftreten, allerdings sind diese Formen für den Mensch unkritisch. 

Entgegen des Irrglaubens können sich auch gesunde Menschen mit Staphylokokken infiziert sein. Es wird geschätzt, dass etwa 3 von 10 Personen gesunde Träger des Keims sind und ihn dennoch übertragen können. In den meisten Fällen zeigen sich Staphylokokken harmlos, können allerdings auch zu schweren Komplikationen in den Knochen, Lungen oder dem Herzen führen. 

Man findet Staphylokokken in der Umwelt (Wasser, Boden, Luft, Nahrungsmittel, Objekte), sowie auf der Haut und den Schleimhäuten. Das Bakterium befällt meist zunächst die Nase und breitet sich anschließend über die Hände auf andere Körperteile aus, vor allem auf feuchte Bereiche wie Achseln oder Genitalbereich. 

Staphylokokken: Symptome bei einer Infektion

Staphylokokken können die Ursache für verschiedene Arten von Infektionen darstellen. Die Symptome äußern sich daher auch bei jeder erkrankten Person unterschiedlich. Sie können sich beispielsweise durch Hautirritationen wie Pickel, rote Punkte oder Eitergrind, bei welchem die Haut stark anschwillt und rot und schmerzhaft wird. Die roten Pickelchen tauchen vor allem in der Leistengegend, am Gesäß oder unter den Armen auf. 

Im Falle einer Lebensmittelvergiftung sind bei dem Patienten die Symptome Bauchschmerzen, Übelkeit oder Erbrechen, Magenkrämpfe oder Durchfall festzustellen. In den schlimmsten Fällen können die Bakterien in den Blutkreislauf gelangen und überhandnehmen. In diesem Fall spricht man von einer Blutvergiftung oder Sepsis. Diese führt zu hohem Fieber, Kopfschmerzen, Muskelschmerzen und teilweise sogar bis zu einem toxischen Schock, der tödlich enden kann. 

Achtung bei Staphylokokken: So erfolgt die Übertragung und Ansteckung

 Es gibt mehrere Wege für die Übertragung von Staphylokokken. Da sie extrem resistent sind, verbreiten sie sich schnell von Person zu Person, hauptsächlich über die Infektion der Haut, aber auch über kontaminierte Gegenstände wie z.B. Handtücher, Kissenbezüge oder Telefone. 

Die Ansteckung kann auch über den Verzehr von Lebensmitteln erfolgen, in denen sich die Bakterien schnell vermehren und Toxine freisetzen können. 

Staphylokokken: eine umfangreiche Behandlung gegen die Bakterien 

Man muss sehr wachsam sein, um das erste Auftreten von Staphylokokken zu verhindern, denn ist die Infektion erst einmal erfolgt, ist es sehr kompliziert, sie wieder loszuwerden. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich regelmäßig die Hände zu waschen, vor allem im Arbeitsumfeld eines Krankenhauses. 

Um Staphylokokken erfolgreich zu behandeln, muss ein Antibiogramm erstellt werden, welches die verantwortlichen Bakterien identifiziert und eine wichtige Rolle für die Wahl des Antibiotikas spielt.  Das Antibiotika wird anschließend 7 bis 10 Tage oral eingenommen. 

Im Fall von Staphylococcus aureus wendet man das M Penicillin (Metizyllin, Occazylin) an. Die Hautirritationen lassen sich in den meisten Fällen durch ordentliche Hygienemaßnahmen, sowie die Einnahme von Antiseptika und lokalen Antibiotika in den Griff kriegen.

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