Lebensmittelvergiftung: Die drei häufigsten Symptome

Lebensmittelvergiftungen werden durch mehr als 250 Bakterien, Viren und Parasiten verursacht und können in extremen Fällen zum Tod führen. Wir sagen euch, auf welche Anzeichen ihr achten müsst.

Jährlich sterben laut der WHO ungefähr 420.000 Menschen an einer Lebensmittelvergiftung. In vielen Fällen sind kleine Kinder betroffen, für welche eine Vergiftung oft besonders schlimme Folgen hat.

Was sind Lebensmittelvergiftungen?

Lebensmittelvergiftungen werden durch den Verzehr von ungenügend gekochten, kontaminierten, verdorbenen oder giftigen Lebensmitteln verursacht. Sie wird durch mehr als 250 Bakterien, Viren und Parasiten verursacht. Die Krankheitserreger können in Lebensmitteln während des Anbaus, der Verpackung, des Transports, der Lagerung oder der Zubereitung gefunden werden.

Bei bestimmten Lebensmitteln ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie diese Krankheitserreger enthalten, größer als bei anderen. Lebensmittel wie rohe Eier, unpasteurisierte Milch und Säfte (von denen ihr der Gesundheit zuliebe auch nicht zu viel trinken solltet), Weichkäse, rohes oder nicht ausreichend gegartes Fleisch oder Meeresfrüchte können das Risiko einer Lebensmittelvergiftung erhöhen. Weitere Risikofaktoren sind Frischwaren und Lebensmittel, die in großen Mengen hergestellt werden.

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Rohe Eier, nicht pasteurisierte Milch, rohes Fleisch und Fisch können die Ursache sein Mike Kemp@Getty Images

Das Risiko einer Lebensmittelvergiftung ist im Sommer höher, da Lebensmittel bei Hitze leicht verderben.

Die meisten Fälle von Lebensmittelvergiftungen führen nicht zu einem Krankenhausaufenthalt, können aber schwere Erkrankungen oder sogar den Tod zur Folge haben.

Symptome einer Lebensmittelvergiftung

Die Symptome einer Lebensmittelvergiftung treten oft kurz nach dem Verzehr der infizierten Lebensmittel auf. Die ersten Symptome können aber auch erst Tage später auftreten, so dass es schwierig ist, das auslösende Lebensmittel zu bestimmen.

Zu den häufigsten Symptomen gehören Übelkeit, Erbrechen, Magenkrämpfe und Durchfall (dieser kann allerdings auch auf eine Ansteckung mit Covid-19 hindeuten). Weitere Symptome sind Appetitlosigkeit, Kopfschmerzen, Fieber und Schwäche. Die Symptome klingen oft innerhalb weniger Tage oder sogar Stunden ab, aber Sie sollten sich Sorgen machen, wenn:

  • Euer Durchfall länger als drei Tage anhält
  • Ihr Fieber von mehr als 38,9 Grad Celsius habt
  • Ihr Schwierigkeiten beim Sprechen oder Sehen habt
  • Ihr Symptome einer schweren Dehydrierung wie Mundtrockenheit und Schwierigkeiten, Flüssigkeit zu euch zu nehmen, bemerkt
  • Ihr seht Blut in erem Urin
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Wählt sofort den Notruf, wenn die Lebensmittelvergiftung durch Meeresfrüchte verursacht wurde jganser@Getty Images

Behandlung

Da bei einer Lebensmittelvergiftung viel Flüssigkeit verloren geht, ist es wichtig, immer ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen. Sportgetränke mit hohem Elektrolytgehalt sind eine gute Wahl, ebenso wie Fruchtsaft und Kokosnusswasser.

Vermeidet auf jeden Fall Koffein, da es den Verdauungstrakt reizen kann. Entkoffeinierte Kräutertees wie Kamille, Pfefferminze (die auch gut bei einem Kater hilft) und Löwenzahn sind gut geeignet, um eine Magenverstimmung zu lindern.

Ihr könnt auch rezeptfreie Medikamente einnehmen, um den Durchfall und das Erbrechen zu lindern.

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