Vertuschung von Covid-19 am Set von "Peaky Blinders": Jetzt schalten sich Behörden ein

Die Produzenten der Serie "Peaky Blinders" werden beschuldigt, Mitglieder der Filmcrew in Gefahr gebracht zu haben: Nachdem ein Mitarbeiter positiv auf Covid-19 getestet wurde, kommt es zu keiner sofortigen Isolierung... Jetzt schalten sich Behörden ein.

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Schlechte Nachrichten für die Fans der Netflix-Serie "Peaky Blinders": Der Start der Staffel 6 könnte sich nämlich verzögern, da die Dreharbeiten vorübergehend pausiert wurden. Der Grund: Die Dreharbeiten wurden fortgesetzt, obwohl ein Crew-Mitglied positiv auf Covid-19 getestet wurde.

Ein falscher Positiv-Test während des Drehs?

Die Dreharbeiten zur letzten Staffel haben sich bereits im Vorfeld aufgrund der einschränkenden Pandemiemaßnahmen seit letztem März verzögert und konnten erst wieder Anfang Januar 2021 aufgenommen werden. Die Ausstrahlung hat sich somit bereits auf Anfang 2022 verschoben.

Durch die letzten Ereignisse kann es jedoch nun leicht sein, dass der Termin weiter in die Ferne rückt und ein Wiedersehen mit Thomas Shelby und seiner Familie in Birmingham mitten im Europa der 30er Jahre erneut verzögert wird.

Denn die Dreharbeiten wurden letzte Woche kurzzeitig unterbrochen, nachdem es einen positiven Covid-19-Test gab. Nach Angaben von Technikern am Set wären die Dreharbeiten noch mehrere Stunden fortgesetzt worden, nachdem ein positiver Test entdeckt wurde.

Nun werfen Techniker der Produktion vor, wissentlich das Risiko eingegangen zu sein, das Team zu gefährden, indem sie die geltenden Corona-Richtlinien missachtet haben. Denn erst als ein anderes Crewmitglied von dem Test erfuhr, wurden die Dreharbeiten angehalten.

Ein "Fehler" bei Dreharbeiten zu "Peaky Blinders"

Aber die Produktion gibt die Begebenheiten ganz anders wieder, wie The Guardian berichtet. Ein Sprecher meinte, dass die Dreharbeiten pausiert wurden, nachdem ein Besatzungsmitglied "falsch positiv" getestet wurde.

Die Dreharbeiten zu "Peaky Blinders" wurden aufgrund eines falsch positiven Tests eines Crewmitglieds abgebrochen. Gemäß dem Protokoll unterzog sich diese Person einem NHS-Test und jeder, der mit ihr in Kontakt kam, isolierte sich selbst (...) Der Test fiel negativ aus und die Dreharbeiten wurden am Donnerstag fortgesetzt.

Als sich nach einem zweiten Test der erste als falscher Positiv-Test herausstellte, wurde am Sonntag, den 2. Mai, nach diesen Vorwürfen eine Untersuchung durch die Broadcasting Entertainment Communications and Theatre Union (BECTU) eingeleitet. Denn auch hier gilt, wie Sprecher Spencer MacDonald betont:

Es werden Sicherheitsprotokolle erstellt, um eine sichere Arbeitsumgebung für die Besetzung und die Crew zu schaffen. Eigentlich hätte die Produktion sofort alle informieren und die Dreharbeiten abbrechen müssen. Andernfalls hätte ein solcher Fehler zu einer Ausbreitung des Virus führen können.

Laut The Guardian könnte die Untersuchung Auswirkungen auf die Versicherung des von Caryn Mandabach Productions und Tiger Aspect koproduzierten Programms haben.

In der Zwischenzeit, mehr Angst als Schaden, konnten die Dreharbeiten wieder aufgenommen werden. Aber vielleicht nicht ohne Folgen, denn einige Mitglieder hätten bereits ihrem Wunsch Ausdruck verliehen, nicht mehr mit dem Drehteam der Kultserie zusammenarbeiten zu wollen.

Fans amüsieren sich mit Memes

Fans der Serie amüsieren sich in der Zwischenzeit über diesen Fauxpas der Produzenten: Ein Memes zu "Peaky Blinders" und #StayAtHome. Und eingeleitet mit Thomas Shelbys berühmter Zigarette. So viele raucht der Schauspieler übrigens für die Dreharbeiten...