Joko und Klaas schockieren mit TV-Beitrag über Flüchtlingslager Moria
Joko und Klaas schockieren mit TV-Beitrag über Flüchtlingslager Moria
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Joko und Klaas schockieren mit TV-Beitrag über Flüchtlingslager Moria

Bei Joko und Klaas gegen Pro7 haben sich die beiden Entertainer wieder einmal 15 Minuten Sendezeit erspielt. Diesmal nutzen sie die Zeit, um auf die Probleme im Flüchtlingslager Moria aufmerksam zu machen - und greifen zu schockierenden Bildern.

Das Konzept von Joko und Klaas gegen Pro7 ist einfach: Gewinnt das Duo mehrere Challenges, gewinnt es 15 Minuten Sendezeit zur Prime-Time auf Pro7. Mit der gewonnenen Sendezeit können Joko und Klaas machen, was sie wollen.

15-Minuten-Beitrag

Schon die letzten 15 Minuten haben für viel Wirbel gesorgt: Darin überlassen sie die Sendezeit Palina Rojinski, die auf sexuelle Gewalt und Belästigung aufmerksam macht, durch eine Penis-Galerie führt und Kleidungsstücke vorführt, in denen Frauen belästigt wurden (und die nicht so aufreizend sind, wie bei Opfern sexueller Gewalt oft angenommen wird). Die 15 Minuten sind nur schwer zu ertragen, aber sorgen für die nötige Aufmerksamkeit eines wichtigen gesellschaftlichen Themas.

Feuer in Moria

Ein weiteres wichtiges Thema, das schon seit Jahren heiß diskutiert wird, ist die Verteilung der Flüchtlinge in der EU. Schon lange sind die schlimmen Zustände im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos bekannt, die griechische Regierung ist überfordert, Hilfe von anderen EU-Staaten erfolgt kaum.

Da war es doch nur eine Frage der Zeit, bis etwas passiert und sich die Diskussion neu entflammt. Das ist jetzt mit dem Feuer im Flüchtlingslager vor ein paar Tagen der Fall gewesen. Und genau darum geht es in der 15-minütigen Sendung von Joko und Klaas.

A Short Story of Moria

Wie die beiden zu Anfang erzählen, war der Beitrag bereits geplant gewesen, bevor das Feuer aus der griechischen Insel ausgebrochen ist. Jetzt ist das Thema jedoch aktueller denn je, denn die Geflüchteten haben kein Dach über dem Kopf und kämpfen ums Überleben.

Den Beitrag, den Joko und Klaas zeigen, nennen sie "A Short Story of Moria" und warnen gleich zu Anfang, dass in dem Bericht auch gewalt an Kindern gezeigt wird, weswegen Eltern die folgenden Minuten ausdrücklich ohne ihre Kids gucken sollten.

Ein Geflüchteter erzählt seine Geschichte

Anschließend erzählt ein 21-Jähriger Flüchtling aus Afghanistan, mit dem Joko und Klaas schon vor dem Beitrag in Kontakt stehen, wie die Zustände in Moria sind. Er schildert seine Flucht nach Europa, wie sein Schlauchboot von der griechischen Küstenwache in türkische Gewässer zurückgedrängt wird.

Und er beschreibt die Situation vor Ort im Camp, wie das Feuer ausgebrochen ist und sich knapp 13.000 Menschen in Sicherheit bringen mussten. Die Bilder, die dazu eingespielt werden, sind kaum zu ertragen.

Demonstrationen in Moria

Aber es wird noch schlimmer: Die Flüchtlinge demonstrieren gegen die unhaltbaren Zustände in Moria, werden dabei mit Tränengas attackiert, wie ein deutscher Journalist im Beitrag erzählt. Unter den Opfern der Attacke sind auch Kinder, die vor Schmerzen schreien.

Am Ende fragt der afghanische Geflüchtete: "Ist das Europa?" Er habe auf Menschenrechte in Europa gehofft, auf das Recht freier Meinungsäußerung. Am Ende bleiben nur schlimme Erfahrungen in dem überfüllten Flüchtlingscamp.

Mit diesem 15-minütigen Beitrag appelieren Joko und Klaas an Europa und an die Menschlichkeit. Am Ende wird der Hashtag #LeaveNoOneBehind eingeblendet und das Bild wird schwarz. Die beiden Spaßmacher von Pro7 haben es mal wieder geschafft, eine gesellschaftliche Debatte noch weiter voranzutreiben.

Von Pia Karim

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