Mansplaining: So sollten sich Männer längst nicht mehr verhalten
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Mansplaining: So sollten sich Männer längst nicht mehr verhalten

Hast du schon einmal von "Mansplaining" gehört? Es ist zwar ein neues Modewort, doch bezeichnet es ein Verhalten von Männern, das wie das Machogehabe in der heutigen Zeit eigentlich nichts mehr verloren hat. Auch die jüngere Generation will das stereotype Männerbild längst nicht mehr.

Schon im Jahr 2018 wurde das Wort "Mansplaining" ins Oxford English Dictionary aufgenommen - im Duden ist es bisher noch nicht zu finden und das, obwohl der Begriff auch im deutschen Raum immer häufiger verwendet wird.

Vor allem Frauen benutzen diese Bezeichnung, um das Verhalten von Männern anzuprangern. Denn erst wenn ein Problem einen Namen hat, kann eine Lösung gefunden werden.

Was ist "Mansplaining"?

Doch was bezeichnet der Begriff "Mansplaining" genau? Zusammengesetzt aus den englischen Wörtern "man" (Mann) und "explain" (erklären) versteht man unter der Bezeichnung ein sexistisches Verhalten von Männern Frauen gegenüber.

Konkret geht es dabei um den Umstand, wenn Männer Frauen ungefragt belehren, ihnen die Welt erklären oder sie sogar korrigieren, um zu zeigen, dass sie dies oder jenes besser wissen.

Das kann sogar der Fall sein, dass bestimmte Männer das Bedürfnis haben, Frauen zu korrigieren, auch wenn diese in dem Gebiet eine Koryphäe ist. Doch dies umfasst keineswegs ein einfaches Erklären, es geht dabei um eine Art Bevormundung und eine Überhöhung des Mannes gegenüber der Frau.

Bei "Mansplaining" belehrt der Mann eine Frau ungefragt und ignoriert dabei völlig, ob sie bereits über das Wissen verfügt oder nicht. Maskot@Getty Images

Der Begriff erreicht erstmals die breite Masse, als die amerikanische Autorin Rebecca Solnit im Jahr 2008 den Essay "Men Explain Things To Me" in der Los Angeles Times veröffentlicht.

Dieses Verhalten ist genauso schrecklich wie das eines Machos. Beide gehen damit einher, dass der Mann eine stärkere Position in der Gesellschaft innehat als die Frau und diese auch demonstriert.

Alte Strukturen aufbrechen: Männlichkeit 2.0

Doch Männlichkeit 2.0 sieht ganz anders aus, wie das GQ-Magazin richtig anmerkt. Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov hat im Auftrag von Gilette eine Studie durchgeführt.

Dabei geht es darum, wie sich heutige Männer eigentlich wahrnehmen bzw. wahrgenommen werden wollen. Und die Ergebnisse zeigen eindeutig: Das alte hierarchische, patriarchalische Männerbild ist "out", auch wenn es noch immer vorhanden ist.

Die 1.017 Teilnehmer sind alle zwischen 22 und 37 Jahren alt. 74 Prozent der befragten Männer lehnen es ab, so zu sein wie ihr Vater. Dem Großteil der Studienteilnehmer zufolge sollte das Männerbild nicht starr sein, sondern facettenreich.

Ein gleichberechtigtes Miteinander, bei denen beide Geschlechter gleichwertig ihr Wissen teilen können - das will auch die jüngere Männer-Generation. fizkes@Getty Images

80 Prozent der Millenial-Männer sieht Gleichberechtigung als notwendigen Schritt in der Gesellschaft, an dem unsere Gesellschaft noch genug arbeiten muss, um sie in allen Lebensbereichen umzusetzen. Dazu gehört auch die Bevormundung bezüglich Wissen.

Ein Schritt in eine gleichberechtigte Zukunft: Wenn ältere Männer von jüngeren Frauen etwas lernen und sie ernst nehmen.  Eric Audras@Getty Images

Umso besser, dass dieses Umdenken in der jüngeren Generation stattfindet, um den Begriff "Mansplaining" so schnell verschwinden zu lassen, wie uns das Wort eingeholt hat. Und schließlich wurde sogar bewiesen: Gleichberechtigung in einer Beziehung beeinflusst auch unseren Schlaf. Alles Zeichen stehen also dafür.

Von Maximilian Vogel

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