Diese Lebensmittel verfälschen den Corona-Test

An jeder Ecke kannst du ihn machen: Einen Corona-Test. Doch wusstest du, dass bestimmte Dinge für dich davor tabu sein sollten? Sonst kann das Ergebnis nämlich verfälscht werden..

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Allgemein solltest du vor deinem Corona-Test weder trinken noch essen. Aber auch deine Zähne solltest du nicht unmittelbar davor putzen. Und sogar vom Kaugummi-Kauen und vom Rauchen raten Experten ab.

Strenge Vorgaben

Denn mindestens eine Viertelstunde vor dem Corona-Test sollte dein Rachenraum mit keinerlei Fremdstoffen in Kontakt gekommen sein. Andere Test-Anbieter raten gar zu einer halben Stunde oder machen differenzierte Angaben: 60 Minuten vorher kein Essen sowie 30 Minuten vorher keine Getränke.

Ein Labor in Österreichisch bittet vor der Durchführung eines Corona-Tests sogar um ganze zwei Stunden Abstinenz von jeglichem Fremdstoff. Das ist dir zu hart? Dann wird man dir zumindest einen Schluck klares Wasser vor dem Test erlauben.

Risiko beim Rachenabstrich

So erklärt die Krankenhaus-Hygienikerin Dr. Susanne Huggett gegenüber der BILD:

Natürlich können die Ergebnisse anders sein, wenn wir etwas zu uns nehmen. Das findet ja an dem Ort statt, wo auch die Proben genommen werden.

Auch ihr Kollege Prof. Klaus-Dieter Zastrow vom Hygiene-Institut Berlin bestätigt diese Feststellung:

Die Nahrungsaufnahme beeinflusst den Speichelfluss. Und damit die Viruslast im Mund-Rachen-Raum, etwa wenn wir die Erreger mit dem Essen herunterschlucken. Insbesondere Schnelltests, die besonders genau bei einer hohen Viruskonzentration anspringen, könnten dadurch ein falsch-negatives Ergebnis haben.

Die beiden sind aber derselben Meinung: Durch vorherige Nahrungs- oder Flüssigkeitsaufnahme ist ein falsch-negativer Test nur bei einem Rachenabstrich zu erwarten.

Auch ein "falsches" positives Testergebnis ist möglich

Dass solche Lebensmittel auf der anderen Hand zu einem falsch-positiven Testergebnis führen könnten, hält der Hamburger Virologe Prof. Jonas Schmidt-Chanasit hingegen nicht für realistisch:

Um solche Proteine geht es nicht, dafür sind die Tests spezifisch genug.

Doch eine Ausnahme könnte es auch in diesem Fall geben: Cola. So erklärt er gegenüber der BILD:

Hier ist Säure drin, was zu falsch-positiven Ergebnissen führen kann. Im Bereich von Säure und Basen und bestimmten Enzymen kann der Test möglicherweise eine Infektion anzeigen, die es gar nicht gibt. Das ist nur im Rachenraum relevant. Man müsste seine Cola schon durch die Nase ziehen, um deswegen bei einem Nasenabstrich ein falsch-postives Ergebnis zu haben.