Mücken sind gefährlicher als bisher angenommen

Mücken sind gefährlicher als bisher angenommen

Sie greifen uns an, wenn wir uns nicht wehren können: Mücken stechen uns meistens nachts - manche wachen sogar ganz "zerstochen" am nächsten Tag auf, während der Partner nebenan ruhig dahindöst. Ein Forscher erklärt nun, wie gefährlich die Mücken wirklich sind und an was das liegt, warum manche Menschen öfter gestochen werden als andere.

Manche Menschen sind richtige Mücken-Magneten und nur die wenigsten freuen sich über eine Begegnung mit den Insekten und immer wird nach Wegen gesucht, die lästigen Tierchen zu vertreiben. Nicht selten können die Stiche von Mücken für den Menschen tödlich enden. Der Forscher Andreas Rose sagt gegenüber der Westfalenpost: „Die Mücke ist das gefährlichste Tier, das unser Planet zu bieten hat.“

Besonders anziehend

Die Hausmücke ist in Deutschland zwischen September und Mai aktiv - also durchaus schon im Frühling. Sie legt ihre Eier in feuchten Gebieten ab, dazu können auch Regentonnen und Gießkannen zählen. Deshalb rät Andreas Rose dazu, diese regelmäßig zu leeren, damit gar nicht erst ein Feuchtbiotop entsteht.

Mücken lieben Personen, die einen guten Stoffwechsel haben und dementsprechend viel Kohlendioxid produzieren. Um die Mücke fernzuhalten, rät Andreas Rose: „Es gibt Fallen, die Kohlendioxid ausstoßen. Die müssen dann nur noch an den richtigen Stellen stehen.“

Der richtige Duftcocktail

Aber es gibt noch weitere Faktoren, von denen abhängig ist, ob eine Mücke uns sticht oder in Ruhe lässt. „Jeder Mensch hat einen eigenen Cocktail an Duftstoffen“, sagt Rose. Zu diesen Stoffen gehören auch Milchsäure, Ammoniak und Fettsäuren.

Den eigenen Körpergeruch kann man zwar durch Duschen kurzzeitig mildern, aber schon nach kurzer Zeit zieht er die Mücken wieder an. Außerdem gibt es noch zwei weitere Faktoren, die Mücken anziehen: Alkohol im Blut einerseits und eine hohe Körpertemperatur andererseits.

Hausmittel helfen nicht

Wer sich gegen Mückenstiche schützen will, muss Mückenspray großflächig aufsprühen. Aber nicht jedes Mittel hilft. Der Experte hält das Insektenabwehrmittel DEET für besonders effektiv.

Wer sich mit natürlichen Mitteln schützen will, dem sei der Wirkstoff PMD ans Herz gelegt. Anti-Mücken-Kerzen und Fallen mit UV-Licht helfen laut Rose dagegen nicht. Doch die richtigen Pflanzen im Garten können bei einem Stich ein wichtiges Hilfsmittel sein.

Was tun bei einem Mückenstich?

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Wenn es doch dazu kommt, dass man gestochen wurde, dann hilft es am besten, den Mückenstich zu kühlen. Das kann man entweder mit Salben oder mit einer Zwiebel aus dem Kühlschrank tun.

Rose kennt noch einen Tipp: „Außerdem hat es bei einigen Versuchspersonen gut funktioniert, wenn die Stichstelle kurz hoch erhitzt wird. Dadurch wird die Histaminausschüttung unterbrochen.“

Maximilian Vogel
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