Forscher trifft auf kleines Tier im Regenwald: Es hat einen extrem seltsamen Kopf!

Forscher trifft auf kleines Tier im Regenwald: Es hat einen extrem seltsamen Kopf!

Ein Naturforscher filmt im Regenwald von Ecuador eine erstaunliche Kreatur: Erst auf den zweiten Blick erkennt man, worum es sich eigentlich handelt!

Egal ob haarig oder glatt, schwarz oder farbig, groß oder winzig, egal um welche Art von Spinnen es sich handelt, 3,5 bis 6,1% der Weltbevölkerung haben Angst davor. Manchmal zurecht, manchmal völlig zu Unrecht. Doch diese Spinnenart könnte den Phobikern ihrer Phobie ein Ende bereiten, denn sie hat eine Besonderheit: Sie hat am oberen Teil des Kopfs zwei Auswüchse, die sie aussehen lassen, wie ein Hund oder ein kleiner Hase.

Ein Weberknecht, so unschuldig wie ein Hase

Bei der entdeckten Kreatur namens Metagryne bicolumnata handelt es sich genauer gesagt um keine Spinne, sondern einen Weberknecht. Im Gegensatz zu den Spinnen produzieren Weberknechte weder Seide noch Gift. Sollten seine langen Beine die Phobiker dennoch einschüchtern, sollten diese wissen, dass er total harmlos ist. Der restliche Körper dieses Weberknechts ist gelb, nur der Kopf ist schwarz.

Auf diesem Kopf wiederum befinden sich zwei schwarze, stechende, eng beieinander liegende Augen, die aussehen, wie die Nase eines Hundes. Oberhalb der „eingebildeten“ Schnauze sieht man zwei gelbe Punkte, die wie aufgemalte Augen wirken. Die Punkte wiederum werden von den oben genannten Auswüchsen überragt, die das Hundekostüm dieses sympatischen Weberknechts vollenden.

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Ein Wunder der Natur

Weberknechte existieren schon seit mindestens 400 Millionen Jahren, sie gab es sogar schon vor den Dinosauriern“, kann man auf der Seite lesen, auf der der Naturforscher Andreas Kay ein beeindruckendes Video hochgeladen hat, in dem man die Kreatur sich in ihrem natürlichen Lebensraum, dem ecuadorianischen Regenwald, bewegen sieht. „Wenn man diesen Hasen-Weberknecht so ansieht, fragt man sich unwillkürlich, ob nicht irgendein verrückter Forscher einen Hasenkopf auf die acht Beine einer Spinne gesetzt hat.“

Zum ersten Mal wurde die Metagryne bicolumnata im Jahr 1959 vom deutschen Spinnenforscher Carl Friedrich Roewer, doch ihr Aussehen begeistert und verwundert Forscher bis heute. „Vielleicht sollen die Punkte, die wie Augen aussehen und mit den Höckern verbunden sind, Raubtiere in die Irre führen und verjagen, weil der Weberknecht dadurch größer wirkt, als er in Wirklichkeit ist.“ Wie auch immer, den Kostüm-Wettbewerb hat der Weberknecht auf jeden Fall gewonnen.

• Simon Nowak
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