Derbe Parolen nach Ausländerstopp: Tafel-Leiter spricht Drohung aus
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Derbe Parolen nach Ausländerstopp: Tafel-Leiter spricht Drohung aus
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Derbe Parolen nach Ausländerstopp: Tafel-Leiter meldet sich zu Wort

Von Fred Eilig
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Nach der Entscheidung, vorübergehend keine weiteren Ausländer mehr aufzunehmen, kommt die Tafel der Stadt Essen nicht zur Ruhe. Erst hat sich der Bundesvorsitzende der Tafeln in die Debatte eingemischt, jetzt haben Unbekannte LKW und Türen der Essener Tafel mit derben Parolen beschmiert. Die Polizei ermittelt und der Leiter der Tafel wendet sich mit drastischen Worten an die Öffentlichkeit.

Neues Kapitel im Streit um den Ausländerstopp bei der Essener Tafel: In einer Nacht-und-Nebel-Aktion haben unbekannte Täter die Türen und Transporter des Vereins mit Parolen wie „Nazis“ beschmiert. Polizei und Staatsschutz ermitteln. Der Leiter der Einrichtung will die Schmierereien nicht entfernen: „Die Lkw sollen durch die Stadt fahren, das sollen alle sehen.“ Trotzdem belastet ihn die gesamte Diskussion. Die Arbeit habe ihm immer Spaß gemacht, doch jetzt sei er kurz davor, das Handtuch zu werfen.

Gegenwind nach umstrittenem Ausländerstopp

Die Tafel der Stadt Essen hat entschieden, bis auf Weiteres keine Nicht-Deutschen mehr aufzunehmen. Der Grund: Waren vor zwei Jahren nur 39% der Kunden ausländischer Herkunft, sind es mittlerweile 75%. Dies schrecke andere Nutzer ab, etwa einige alleinstehende deutsche Rentnerinnen. Für die Entscheidung war der Essener Verein scharf kritisiert worden. Doch dessen Leiter verteidigt sich: „Wir wollen dies einfach wieder in die Waage bekommen. Es gibt auch viele deutsche Bedürftige.“


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