Nach 2 Wochen künstlichem Koma: Impfskeptiker stirbt an Covid-19

Ein bekennender Impfskeptiker wünscht sich, er könnte die Zeit zurückdrehen, um sich doch impfen zu lassen. Doch es ist zu spät - kurz darauf stirbt er an Covid-19.

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Matthew Keenan ist bekennender Impfskeptiker, doch als er Anfang des Monats ins Bradford Royal Infirmary eingeliefert wird, sagt er seinen Freunden, er wünschte, er wäre geimpft. Auch das künstliche Koma kann ihn nur 2 Wochen länger am Leben halten.

Wenn man nur die Zeit zurückdrehen könnte

Dr. Leanne Cheyne, Spezialistin für Atemwegserkrankungen am West Yorkshire Hospital, postet ein Foto des Mannes, wie er an ein Beatmungsgerät angeschlossen um sein Leben kämpft. Mit dem Beitrag ermahnt sie alle Menschen dringlichst, sich impfen zu lassen und schreibt:

Matthew hat mir die Erlaubnis gegeben, seine Geschichte zu erzählen: 34 Jahre, Fußballtrainer und Vater. Er ist bekennender Impfskeptiker, bis er sich selbst mit Covid infiziert. Wenn er die Zeit zurückdrehen könnte, würde er dies tun. Unsere kränksten Patienten sind nicht geimpft und unter 40. Matthew kämpft um sein Leben, retten Sie Ihres.

Eine Stimmungskanone

Matthew Keenan, der als Stimmungskanone beschrieben wird, postet am 2. Juli ein Foto von seinem positiven Covid-Schnelltest. Er berichtet, dass er sich wegen der Symptome fühlt, als habe ihn ein Truck angefahren, er hat Fieber und Schüttelfrost.

Vor allem die Rückenschmerzen machen dem Liverpool-Fan zu schaffen. Noch nie in seinem Leben habe er sich so schlecht gefühlt und er habe das Gefühl, es würde immer schlimmer.

"Covid ist real", gesteht er abschließend ein. Tragischerweise wird Ende Juli bekannt, dass Matthew Keenan im Zuge der Erkrankung verstorben ist.

In einer berührenden Stellungnahme erklärt sein Jugendfreund, Billy Brown, die Welt habe "den freundlichsten Mann" verloren. Seit dem tragischen Tod von Matthew seien alle am Boden zerstört, so der 38-Jährige:

Matthew Keenan war ein hingebungsvoller Vater, ein fantastischer Freund und ein unschlagbarer Trainer. Als sich sein Zustand verschlechterte sagte er, er wünschte, er hätte sich impfen lassen. Ich kann nicht glauben, dass er nicht mehr lebt, er war der sympathischste Typ, den ich je getroffen habe.