Entführt: Hilferuf über Spielekonsole rettet Schülerin das Leben
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Entführt: Hilferuf über Spielekonsole rettet Schülerin das Leben

Eine Schülerin aus Tokio kann ihrem Entführer entkommen, indem sie über eine Spielekonsole einen Notruf an die Behörden abgibt. Wir erzählen euch, was es mit dieser unglaublichen Geschichte auf sich hat.

Spielekonsolen haben mehr als nur einen Nutzen, dies beweist eine unglaubliche Geschichte aus Japan. Das MagazinMaini Shimbun und Vice berichten, dass im Vorort von Saitama, im Norden der japanischen Hauptstadt Tokio, eine Schülerin über einen Monat gefangen gehalten wurde und nur dank einer Spielekonsole entkommen konnte.

Sie kannte ihn aus dem Internet

Vice zufolge wurde das Mädchen am 4. Juli als vermisst gemeldet. Ihre Familie erklärt gegenüber der Polizei von Tokio, dass das Mädchen an dem Abend nicht nach Hause gekommen sei. Später kommt heraus, dass sie sich zuvor mit dem 44-jährigen Unternehmer Goto Hiroyasu im Viertel Shinjuku getroffen hat, sie hatte ihn wohl über die sozialen Netzwerke kennengelernt. Anschließend sind sie zu ihm gegangen, wo ihr der Mann das Handy abgenommen und sie am Gehen gehindert hat.

Nach einem Monat in Gefangenschaft gelingt es dem Mädchen am 5. August, mithilfe einer Spielekonsole, die glücklicherweise mit dem Internet verbunden ist, mit der Polizei von Saitama Kontakt aufzunehmen. Sie schafft es, eine Nachricht an die Notfallplattform abzuschicken: "Ich werde gefangen gehalten und ich kann nicht fliehen."

Die Untersuchung der Nachricht führt die Polizei zum Wohnsitz von Goto Hiroyasu, wo sie die Schülerin finden, die mit Metallkabeln an ein Rohr gefesselt ist.

Ein Glücksfall

Zum Glück hat die Schülerin diese Konsole gefunden, keiner weiß, wie lange sie noch in der Gefangenschaft überlebt hätte. Gegenüber dem lokalen Magazin FNN erklären die Nachbarn, nichts Verdächtiges gehört oder gesehen zu haben.

Auch wenn das Mädchen nun wieder bei ihrer Familie ist, ermittelt die Polizei weiter, um herauszufinden, wie genau es zu dem Treffen zwischen dem 40-Jährigen und seinem Opfer kommen konnte.

Von Martin Gerst

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