"Ich bin bis ans Äußerste gegangen": Brad Pitt spricht über seinen Alkoholismus

"Ich bin bis ans Äußerste gegangen": Brad Pitt spricht über seinen Alkoholismus

Anlässlich seiner Rückkehr ins Kino mit gleich zwei Filmen - "Once Upon a Time... In Hollywood" und "Ad Astra", der am 19. September in die deutschen Kinos kommt, führt Brad Pitt ein langes Interview mit der New York Times und spricht dabei auch über seine Alkoholsucht.

Es ist sehr ungewöhnlich, dass Brad Pitt über sein Privatleben spricht, aber bei einem Interview mit der New York Times spricht der Schauspieler über seinen Kampf gegen den Alkoholismus.Diese Krankheit hat einen Teil seines Lebens verwüstet. Er ist dabei nicht der einzige internationale Star, der in die Alkoholfalle tappt, wie sich dies bereits bei Johnny Depp gezeigt hat.

Wegen seiner Alkoholsucht verliert er Familie

Über diesen düsteren Teil seines Lebens spricht der internationale Schauspieler nicht gern. Der Alkoholismus ist anscheinend auch schuld an seiner Scheidung von Angelina Jolie nach elf Jahren Ehe. „Ich bin bis ans Äußerste gegangen, und dann habe ich mir das Trinken selbst verboten“, erzählt er.

Während seiner Ehe mit Angelina zog das Paar sechs Kinder groß: Maddox (17 Jahre), Pax (15 Jahre), Zahara (14 Jahre), Shiloh (13 Jahre) und die Zwillinge Vivienne und Knox (11 Jahre). Brad Pitt und Angelina Jolie haben sich infolge eines Streits über seinen Alkoholmissbrauch (von denen es anscheinend mehrere gab) getrennt. Er berichtet, wie seine ganze Familie sich wegen seines Alkoholproblems von ihm entfernt hat.

Er geht zu den anonymen Alkoholikern

Erst als die Mutter seiner Kinder den Scheidungsprozess einleitete, legte sich bei Brad Pitt ein Schalter um und er beschloss, sich wieder in den Griff zu bekommen. Er ging anderthalb Jahre lang zu den anonymen Alkoholikern. Er erzählt über diese Erfahrung:

All diese Männer waren sehr offen und ehrlich, auf eine Art, die ich noch nie zuvor erlebt hatte. Es war wie ein sicherer Ort, an dem man nicht von anderen verurteilt wurde und sich deshalb auch selbst weniger verurteilte.

Auch wenn die Mitglieder seiner Gruppe sicherlich überrascht gewesen sein dürften, dass sie einen Star bei ihren Sitzungen antrafen, hat kein einziger der Teilnehmer diese Gelegenheit dazu genutzt, die Geschichte den Medien zu verkaufen.

Brad Pitt fühlte sich sicher und konnte seinen Gefühlen freien Lauf lassen und er schlussfolgert: "Es war wirklich befreiend, einfach nur die negativen Seiten von sich selbst offenzulegen. Das ist wirklich sehr wertvoll."

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Eine pompöse Rückkehr auf die Kinoleinwand

Darauf folgte eine durchwachsene Phase in seinem Berufsleben, was vor allem an der schweren Zeit in seinem Privatleben lag. Aber das reichte nicht aus, um Brad Pitt aufzuhalten. Nun ist er wieder zurück und in Form - mit gleich zwei wichtigen Rollen. Damit will er sich jedoch nicht zufrieden geben, auch wenn er nicht jede Rolle annehmen würde:

Ich werde weniger Rollen übernehmen, weil ich Lust auf etwas Neues habe. Wenn man merkt, dass man etwas beherrscht, ist es Zeit, etwas anderes auszuprobieren.

Wir sind gespannt, was er noch alles ausprobieren wird und was in nächster Zeit auf uns zukommt – erstmal erwartet uns der Kinostart von Ad Astra am 19. September.

Maximilian Vogel
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