Das sind die 5 giftigsten Spinnen der Welt

Das sind die 5 giftigsten Spinnen der Welt

Menschen mit Spinnenphobie sollten lieber wegschauen: Pelzige Beine, viele Augen und Beißklauen - diese Spinnen sorgen für Furcht und Unbehagen. Schlimmer noch: Sie sind extrem giftig!

Spinnen sind ebenso faszinierend wie furchteinflößend. Dabei sind einige Arten gefährlicher als andere. Ihr Gift kann nicht nur schmerzhafte Folgen haben, sondern sogar zum Tod führen. Wir stellen euch fünf Spinnen vor, denen ihr besser aus dem Weg geht.

5. Sicarius hahni

Die Spinne wird auch Sechsäugige Sandspinne bezeichnet und lebt im südlichen Afrika. Mit ihren Beinen kann sie bis zu 5 cm groß werden. Wenn sie auf Beutefang geht, gräbt sie sich zur Tarnung in den Sand ein. 

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Ihr Gift ist sehr stark und wirkt hämolytisch und nekrotisch. Das Gift zerstört Blutgefäße und Gewebe. Ein Gegengift existiert nicht. Zum Glück ist die Spinne sehr scheu, wodurch es selten zu Zwischenfällen kommt.  

4. Die Schwarze Witwe

Die Schwarze Witwe stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist an ihrer schwarzen Farbe mit rotem Mal zu erkennen. Sie ist ziemlich klein und kommt selten auf eine Größe über 15 mm bei den Weibchen, die Männchen sind noch kleiner. Auch wenn sie nicht sehr aggressiv ist, produziert sie ein sehr starkes Gift, das eine Substanz namens Latrotoxin enthält. 

Das Gift sorgt für eine starke Freisetzung von Neurotransmittern, welche für Kopfschmerzen, Muskelkrämpfe, Übelkeit usw. sorgen. Auch wenn die Auswirkungen schmerzhaft sind, so führt der Biss einer Schwarzen Witwe nur sehr selten zum Tod. In der Regel können die Symptome durch medizinische Behandlung innerhalb weniger Tage geheilt werden.

Auch andere Unterarten der Schwarzen Witwe könnten in diesem Ranking aufgeführt werden, doch sie produzieren weniger von dem gefährlichen Gift. 

3. Sydney-Trichternetzspinne 

Diese nur in Australien vorkommende Spinne ist mit Sicherheit die bekannteste unter den Vogelspinnen. Sie kommt vor allem in der Gegend um Sydney vor. Sie ist komplett schwarz und misst etwa 5 cm, in seltenen Fällen 7 cm. Die Sydney-Trichternetzspinne ist bekannt dafür, sehr aggressiv zu sein.  Wenn sie sich bedrängt oder bedroht fühlt, stellt sie sich auf ihre Hinterbeine und zeigt ihre Beißklauen.

Wenn die Spinne zubeißt, dann beißt sie mehrere Male hintereinander zu und gibt dabei ein starkes Gift ab, das für den Menschen sehr gefährlich ist. Es gibt zwar ein Gegengift, doch dieses muss innerhalb einer Stunde nach dem Biss verabreicht werden.  

2. Loxosceles laeta 

Diese Spinne gehört zur Gattung der Webspinnen und wird auch Violonistenspinne genannt. Sie wird aufgrund ihres Äußeren so genannt, da ihre braune Farbe und ihr Muster sie wie eine Geige aussehen lassen. Die Loxosceles laeta stammt ursprünglich aus Südamerika, kann mittlerweile aber in vielen anderen Ländern gefunden werden, vor allem in den USA.

Die bis zu 4 cm große Spinne wird aufgrund ihres Gifts von vielen als die schlimmste Spinne bezeichnet. Wie ihre Artgenossen produziert sie ein Gift, dass das Gewebe angreift. Bei einem Biss zersetzt sich die Haut. Es bleibt totes schwarzes Gewebe zurück. Der Biss ist sehr schmerzhaft und seine Heilung dauert mehrere Wochen. Vor allem, wenn das Opfer nicht innerhalb von 48 Stunden behandelt wird. 

1. Phoneutria fera 

Wenn ihr dieser Spinne begegnet, dann solltet ihr zusehen, dass ihr Land gewinnt. Sie gehört zur Gattung der Wanderspinnen und trägt den Beinamen Bananenspinne, da sie sich oft in Bananenstauden versteckt. Die Phoneutria fera lebt in Südamerika, vor allem in Brasilien und Peru. Sie kann eine Größe von stattlichen 17 cm erreichen. 

Wie ihre Artgenossen gilt sie als sehr aggressiv und schreckt nicht davor zurück, mehrfach zuzubeißen, wenn sie sich bedroht fühlt. Dabei injiziert sie ihr Gift, das als extrem gefährlich gilt. Das Gift hat es sogar ins Guinness-Buch der Rekorde geschafft. Tests haben ergeben, dass bereits 0,006 mg ihres Giftes reichen, um eine Maus zu töten. 

Bei der Substanz handelt es sich um ein Neurotoxin, welches zu Blutdruckproblemen, Übelkeit, Schwindel, Unterkühlung und Krämpfen führt. Das alles geschieht unter großen Schmerzen. Ein Biss muss sofort behandelt werden und die Heilung dauert Tage bis Wochen. Dank des entwickelten Antiserums enden nur wenige der Bisse tödlich, doch zu Zwischenfällen mit der Spinnenart kommt es häufig.

• Carina Levent
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