Beim Schachspielen verbrennt ihr mehr Kalorien als auf dem Laufband

Beim Schachspielen verbrennt ihr mehr Kalorien als auf dem Laufband

Achtung, nie konnte man mit weniger Bewegung schneller abnehmen! Schachspielen fordert jedes Fitnesscenter heraus, denn die Zahl an Kalorien, die dabei verbrannt wird, ist schlichtweg beeindruckend!

Schach ist kein Sport, bei dem man sich sonderlich verausgabt, meint man zumindest. Denn auf einem Stuhl sitzen, Figuren bewegen und auf einen Knopf drücken ist nicht gerade das, was man unter körperlicher Betätigung versteht. Und trotzdem!

Unterschiedlichsten Studien zufolge, verbrennen manche Profi-Schachspieler bei Wettkämpfen unglaublich viele Kalorien und nehmen auch dementsprechend ab. 2018 untersuchen Wissenschaftler während eines Wettkampfs die Herzfrequenz des Schachspielers Mikhail Antipov, und stellen fest, dass der Russe sitzend in nur zwei Stunden 560 Kalorien verbrannt hat. Auf einem Laufband läuft man im Vergleich auch etwa zwei Stunden, um 500 Kalorien zu verbrennen.

Der Stress lässt die Pfunde purzeln

Durch den Stress verlieren manche Schachspieler an nur einem Tag 6.000 Kalorien. Robert Sapolsky, Wissenschaftler der Stanford University, erklärt, dass sich die Geschwindigkeit der Atmung während einer Schachpartie verdreifacht, der Blutdruck zunimmt und die Muskeln stark angespannt werden, sodass die Spieler an nur einem Tag bis zu 1 Kilo abnehmen können.

Stoffwechsel-Experten zufolge steigert der Stress die Herzfrequenz, wodurch der Körper mehr Sauerstoff verbraucht als normal. Dieser Stress sorgt unter anderem auch für Appetitlosigkeit und Schlafstörungen – beides Faktoren, die Einfluss auf das Gewicht haben.

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Alles in allem also eine ziemlich wirkungsvolle Diät. Die Schach-Weltmeisterschaft 1984 dauerte fünf Monate – in der Zeit verliert Anatoly Karpov in der Partie gegen seinen legendären Gegner Garry Kasaprov bedenkliche zehn Kilo.

Damals wird das Turnier trotz Protesten der beiden Spieler abgebrochen. Der amtierende Weltmeister Magnus Carlsen bereitet sich heute körperlich richtig auf ein Turnier vor. Da soll nochmal jemand sagen, Schach sei kein richtiger Sport! Und wem das Sitzen alleine doch zu wenig ist, weil dadurch kaum ein Traumkörper erreicht wird, kann ja Chessboxing ausprobieren...

Maximilian Vogel
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