Schülerin verbringt 13 Stunden am Handy: Dann merkt sie plötzlich, dass etwas nicht stimmt

Eine Schülerin verbringt dreizehn Stunden durchgängig auf ihrem Smartphone - im Chat, auf Facebook und beim Surfen im Internet. Sie kann einfach nicht mehr aufhören, doch dann merkt sie plötzlich, was los ist.

Smartphone-Sucht wird mittlerweile immer häufiger und am meisten sind Jugendliche davon betroffen. Diese Abhänigkeit vom ständigen Online-Sein und Verfügbarkeit macht sie in leider immer mehr Fällen zu wahren Zombies.

patat / Getty ImagesTeenager werden zu richtige Smartphone-Zombies und können ihren Blick vom Handy nicht wenden

Mit ihrer Familie reden sie fast nichts mehr - wenn das Handy nicht mehr funktioniert, rasten sie aus. Schlicht und einfach: Sie glauben, sie können ohne Handy nicht mehr leben. Zudem macht ihnen das Smartphone die Augen kaputt und birgt sogar lebensgefährliche Gefahren in sich, wenn es nicht richtig verwendet wird. Experten sind sich diesen Problems bewusst und haben Tipps zusammengestellt, wie man sich von der Smartphone-Sucht befreien kann.

Südkorea mit großer Internet-Suchgefahr

Dieses Problem ist in Südkorea sehr groß, da es eines der meist vernetzen Länder der Welt ist. Internetzugang haben fast alle Menschen, da ca. 95 Prozent aller Erwachsenen ein Smartphone besitzen. In Südkorea sind um die 20 Prozent der Bevölkerung von Internetabhängigkeit gefährdet.

RunPhoto / Getty ImagesSüdkorea ist besonders vernetzt

Die CNN berichtet nun von einem Fall, wo dies besonders heftig ist: Eine 16-jährige Schülerin aus Südkorea zieht selbst die Notbremse. Um vier Uhr frühmorgens fällt ihr eines Tages auf, dass sie dreizehn Stunden durchgängig im Internet gesurft ist.

16-Jährige: Verschobener Realitätssinn und Detox-Camp

Als sie bemerkt, dass sie sich langsam ihre Realität verschiebt und ihr der ganze Tag wie ein Traum vorkommt, weiß sie, dass etwas nicht in Ordnung mit ihr ist. Es ist, als würde sie sich selbst wachrütteln.

Ich hatte das Gefühl, dass mein Realitätssinn nachließ. Selbst wenn der Tag eigentlich lustig war, fühlte sich alles irgendwie wie ein Traum an. (Chae-rin gegenüber der CNN)

Gegenüber der CNN sagt Jae-ho, der Vater der 16-jährigen Chae-rin: "Wir redeten nicht mehr viel. Jedes Mal, wenn es ums Handy ging, gab es Streit." Seine Tochter umging die Regeln von nur zwei Stunden Handy pro Tag heimlich und steigerte ihr Suchtverhalten enorm.

Sie beschließt mit ihren 16 Jahren von alleine, dass die die Notbremse ziehen muss und meldet sich in einem Detox-Camp an. Dieses ist in Südkorea kostenfrei, man muss nur die Essensgebühr zahlen. Ihr Vater ist erleichtert, denn er hat schon längere Zeit versucht, ihre Sucht mit Handyverboten in den Griff zu bekommen.

Hero Images / Getty ImagesDas Detox-Camp, um Smartphone-Sucht zu bekämpfen, ist wie ein Jugendlager.
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Im Detox-Camp geben die Jugendlichen ihr Handy am Eingang her und verbringen den Tag mit Sport, handwerklichen Tätigkeiten, in der Natur, mit Meditation und im Austausch miteinander. Der erste Tag gestaltet sich laut Camp-Direktorin Yoo Soon-duk etwas schwierig, doch danach sieht man die positive Wirkung auf die Jugendlichen.

Maximilian Vogel
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