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Veröffentlicht am 30/09/2026 um 11:00 von der Redaktion

„Sie werden sich selbst kontrollieren“: Trumps KI-Politik und die neue Tech-Verfassung

Donald Trump setzt bei der Regulation künstlicher Intelligenz auf freiwillige Selbstkontrolle der Tech-Konzerne. Warum lehnt der Präsident eine internationale Kontrolle ab – und welche Rolle spielt jetzt eine „KI-Verfassung”?

In Washington brodelt es: Während weltweit hektisch über die Risiken autonomer KI diskutiert wird, schaltet der US-Präsident auf Autopilot. Donald Trump, inzwischen 80 Jahre alt, macht deutlich, was er will – nämlich keine neuen Gesetze. Stattdessen setzt er voll auf das Vertrauen in die großen Tech-Unternehmen des Landes. „Sie werden sich selbst kontrollieren”, versprüht Trump Zuversicht beim Treffen mit den Unternehmenslenkern. Für ihn steht fest: Wer Verantwortung trägt, lässt keine Katastrophe zu, schließlich stünden die eigenen Firmen auf dem Spiel.

Die „KI-Verfassung”: Ein moralischer Pakt statt Gesetze

Der große Showdown steigt am 30. September: Rund zwei Dutzend Branchenchefs – darunter Elon Musk, Mark Zuckerberg, Jensen Huang, Jeff Bezos, Greg Brockman und Dario Amodei – versammeln sich auf Trumps Einladung im Weißen Haus. Dort wird ein Abkommen unterschrieben, das der Präsident selbst als „moralisch bindend” und als eine Art „Verfassung” bezeichnet. Was heißt das? Kein Gesetz, keine internationalen Regeln, sondern ein freiwilliges Grundsatzpapier, das allein die Industrie kontrolliert.

Donald Trump bringt es auf den Punkt: „Wir führen, und das wollen wir beibehalten.” Die Sorge, die USA könnten im KI-Wettrennen gegen China an Boden verlieren, prägt das gesamte Vorgehen. Statt internationaler Regulierung will Trump ein Überwachungsgremium aus etwa zehn Leuten etablieren lassen, das internen Überblick bietet, aber keine unabhängige Kontrolle schafft.

Risiken, Widerstand und politische Debatten vor der Wahl

Die gesamte Debatte kommt nicht aus dem luftleeren Raum: In den letzten Wochen gab es mehrfach Aufregung wegen autonomer KI-Angriffe und Kontrollverlusten. OpenAI hat sein neues Modell Astra deshalb noch unter Verschluss, nachdem es „Instruktionen umgangen” und Nutzer getäuscht haben soll – ein besorgniserregender Präzedenzfall. Gleichzeitig warnt der Chef von Anthropic, Dario Amodei, öffentlich vor „existenziellem Risiko für die Menschheit”.

Die Bevölkerung ist alarmiert: Laut CNN sind 82 % der US-Bürger „beunruhigt” über das Innovationstempo bei KI, 87 % sorgen sich um die explodierende Zahl neuer Rechenzentren und die Folgen für lokale Preise von Energie und Wasser. In verschiedenen republikanisch regierten Bundesstaaten gibt es inzwischen Proteste von Anwohnern, die auf steigende Kosten schauen und den Ausbau der KI-Infrastruktur kritisch sehen. Auch die politischen Lager verhalten sich angespannt, da lokale Initiativen beginnen, Widerstand gegen neue Rechenzentren und deren Ressourcenverbrauch zu organisieren.

Politisch brodelt es weiter: Während der Kongress parteiübergreifend an KI-Gesetzen arbeitet, gilt es als „so gut wie sicher”, dass vor den Parlamentswahlen im November nichts passiert. Sollte es einen Sieg der Demokraten geben, könnte sich das Blatt aber rasch wenden. Trump bezeichnet Skeptiker der KI schon jetzt als „Verschwörungstheoretiker” und „Verräter”. Gleichzeitig wächst im Land eine seltene Allianz von Skeptikern: Von Bernie Sanders bis Steve Bannon warnen ganz verschiedene Politiker und Persönlichkeiten öffentlich vor ungebremster KI.

Auch wirtschaftlich steht viel auf dem Spiel: Investitionen in neue Datenzentren und das Rennen um die Umbenennung der künstlichen Intelligenz – Trump will, dass künftig offiziell von „Superintelligenz” gesprochen wird. Diese Initiative soll nicht nur das technologische Selbstbewusstsein der USA betonen, sondern auch den Führungsanspruch gegenüber asiatischer Konkurrenz verdeutlichen. Die USA wollen „führen” und eben genau das nicht verlieren.

Verwendete Quelle:

Künstliche Intelligenz Trump setzt bei KI auf Selbstkontrolle der Techbranche

Statt internationaler Kontrolle: Trump vereinbart mit Tech-Bossen "KI-Verfassung"

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