Corinna Schumacher © wikimedia commons
Veröffentlicht am 24/09/2026 um 15:30 von der Redaktion

Corinna privat wie nie über Schumi : „Wenn ich unseren Song höre, weine ich“

Am 2. Oktober startet bei Netflix die neue Doku über Michael Schumachers legendäre Saison 1994. Was steckt hinter dem Mythos? Die Antworten darauf geben überraschende Einblicke.

Die Atmosphäre im Fahrerlager von 1994 war elektrisierend, voller Träume und Zweifel zugleich. Michael Schumacher wurde in diesem Jahr zum Superstar der Formel 1 – doch während er um Titel kämpfte, musste auch Corinna, seine Frau, ungewohnte Wege gehen. Ihre Erinnerungen machen aus dem Rennfahrer einen Menschen. „Meine Mutter war da voll dagegen. Michael war ja immer auf der Go-Kart-Strecke und hat eigentlich immer andere rausgeschubst. Meine Mutter hat immer gesagt: „Guck’ Dir den Schumacher an! Selber haben sie eine Go-Kart-Bahn zuhause, da schmeißen sie jeden raus, der irgendwas falsch macht, und jetzt schmeißt der die Leute raus!“ Meine Mutter hat dann gesagt: „Der Schumacher, der Schumacher.“ Kaum zu glauben, dass aus dieser Skepsis eine Liebesgeschichte wurde, die Motorsport-Geschichte schrieb.

Corinna und ihr Herz für Schumi

Gefühle und Geschwindigkeit – für Corinna Schumacher kein Widerspruch. „Mein Herz fährt mit, wenn er gewinnt. Und auch, wenn er verliert. Mein Herz ist immer dabei. (...) Nach dem Qualifying fürs zweite Rennen sind wir in die Hotelbadewanne gegangen, da habe ich ihm die Neuigkeiten (aus dem Fahrlerlager/d.Red.) erzählt. (....) Wenn Du mit jemandem zusammen bist, auf den Du Dich jeden Tag freust, das ist doch toll!“ Auch kleine Rituale gehörten dazu: „Wir hatten eine Bank, auf der wir uns immer ausgesprochen haben, wenn etwas anlag. Wenn ich am Anfang lauter wurde, wurde er immer leiser.“ Er hat viel davon bekommen. Auch von einem jungen Mädel, die hat immer Unterwäsche mitgeschickt. Die hieß Jutta. Irgendwann wurde „Komm jetzt, Jutta“ sein Standardspruch.

Zwischen Triumph und Tragödie: 1994 und der Preis des Erfolgs

Die Saison 1994 stand unter dunklen Vorzeichen. Zwei tragische Unfälle erschütterten die WM: „Da haben wir zum ersten Mal verstanden, dass es wirklich gefährlich wird.“ Am Wochenende vom dritten Grand Prix wurden Roland Ratzenberger (†33) und Ayrton Senna (†34) aus dem Leben gerissen. Die Stimmung im Fahrerlager war angespannt, sogar Michael Schumacher zweifelte: „Er hat im Bus geweint und hat mir gesagt, dass er überlegt, ob er das nächste Rennen fahren will“, erzählt Willi Weber.

Am Ende musste Michael an den Start. „Ich hätte mir gewünscht, dass sie nicht gefahren wären. Michael hat auch gesagt, dass sie nicht fahren sollten. Aber wenn die Entscheidung „Fahren“ lautet, dann musst Du fahren.“ Trotz aller Widrigkeiten holte er in Adelaide seinen ersten WM-Titel – und das, obwohl er nur in 12 von 16 Rennen gewertet wurde. „Michael hatte zwölf Rennen, die anderen hatten 16 Rennen. Mehr muss ich nicht sagen. Und wie wir wissen, kommt ja noch mehr.“ Heute teilt sich Schumacher den Rekord von sieben Weltmeistertiteln mit Lewis Hamilton.

Ein Leben im Scheinwerferlicht – und hinter verschlossenen Türen

Wer die Doku „Schumacher ’94 – Die Geburt einer Legende“ sieht, versteht, wie Michael und Corinna ihre eigene kleine Welt schufen. Persönliche Musikmomente inklusive: „Paula Abduls „Rush Rush“: „Das war damals unser Song. Wenn ich ihn heute höre, wenn ich im Auto bin, weine ich vor mich hin.“ Auch intime Augenblicke – vom Bad im Hotel bis zum Austausch an gemeinsamen Orten – zeigen, dass hinter dem Mythos echte Menschen stecken. BILD: „Highspeed-Doku mit Gänsehaut-Potential. Ansehen!“

Verwendete Quelle:

Corinna über Beziehung zu Schumi - „Meine Mutter war dagegen“