Leukämie: Definition und Formen, Ursachen, Symptome, Therapie und Behandlung, Heilungschancen, um was handelt es sich?

Leukämie: Definition und Formen, Ursachen, Symptome, Therapie und Behandlung, Heilungschancen, um was handelt es sich?

Leukämie ist eine Krebserkrankung der Blutzellen im Knochenmark und wird umgangssprachlich auch als Blutkrebs bezeichnet. Es gibt zwei hauptsächliche Formen: lymphatische Leukämie (oder lymphoblastische) und myeloide Leukämie, die akut oder chronisch sein können. Dank moderner Behandlungsmethoden kann die Lebenserwartung bei Leukämie inzwischen verlängert werden und die Erkrankung in manchen Fällen sogar heilbar sein.

Leukämie Definition: Was ist Blutkrebs?

Leukämie ist eine Krebserkrankung der Blutzellen im Knochenmark. Es sollte nicht mit Lymphomen verwechselt werden, die sich aus den Knoten entwickeln.

In Fällen von Leukämie wird die Produktion der weißen Blutkörperchen im Knochenmark stark beeinträchtigt. Abnorme Zellen, leukämische Zellen genannt, werden in hoher Menge erstellt und im Knochenmark vermehrt. Sie verbreiten sich dann durch den Blutstrom und erreichen so lebenswichtige Organe.

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Diese Verbreitung von abnormen Zellen stört die Produktion der weißen "normalen" Blutkörperchen und schwächt das Immunsystem. Dies bringt auch einen Mangel an roten Blutkörperchen und Blutplättchen mit sich.

Formen der Leukämie

Man unterscheidet verschiedene Formen von Leukämie abhängig der betroffenen weißen Blutkörperchen und der Ausbreitung der Krankheit.

- Akute Leukämie: Ihre Entwicklung ist sehr schnell. Die abnormen Zellen reifen sehr rasch und reichern sich im Knochenmark an. Die Symptome treten schnell auf und die Behandlung sollte so schnell wie möglich begonnen werden.

- Chronische Leukämie: Die abnormen Zellen reifen mit der Zeit. Der Prozess ist viel länger und dauert mehrere Jahre.

- Lymphatische oder lymphoblastische Leukämie: Die lymphatische Leukämie betrifft die weißen Blutkörperchen, die Lymphozyten genannt werden. Die abnormen Zellen sind Lymphoblasten. Je nach Entwicklung wird in akute lymphatische Leukämie (ALL) und chronische lymphatische Leukämie (CLL) unterschieden. ALL ist die häufigste Form der akuten Leukämie beim Kind, während von CLL vor allem Menschen über 60 Jahren betroffen sind.

- Myeloische Leukämie: Die von Leukämie betroffenen Zellen sind die Granulozyten. Die abnorme Form wird Myeloblast genannt. Die akute myeloische Leukämie (AML) entwickelt sich schnell, während die chronisch-myeloische Leukämie (CML) sich langsam ausbreitet. AML ist die häufigste Form der akuten Leukämie bei Jugendlichen, während von CLL vor allem Menschen zwischen 25 und 60 Jahren betroffen sind.

Die Symptome der Leukämie

Die Symptome von Leukämie sind abhängig von der jeweiligen Form. Akute Leukämie Symptome ähnlich denen der Grippe (Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen, ...). Sie erscheinen plötzlich. Der Mangel an Blutplättchen macht die Blutgerinnung schwierig und führt (insbesondere im Zahnfleisch oder Nase) zu Blutungen, mehr Blut während der Menstruation und Blutflecken auf der Haut.

Chronische lymphatische Leukämie wird in erster Linie durch Symptome wie anhaltender Müdigkeit und Schwäche zum Ausdruck gebracht. Bei chronischer myeloischer Leukämie sind die wichtigsten Symptome geschwollene Lymphknoten, Infektion der oberen Atemwege und eine vergrößerte Milz.

Ursachen von Leukämie

Mehrere Faktoren sind dafür bekannt, das Risiko der Entwicklung von Leukämie zu erhöhen: chronische Exposition gegenüber Chemikalien oder Strahlung, genetische Veranlagung oder bestimmte Viren und Krankheiten.

Die Ursachen der Leukämie Erkrankung sind jedoch weiterhin in 9 von 10 Fällen unbekannt.

Therapie, Behandlung und Heilungschancen von Leukämie

Es sind verschiedene Arten von Behandlung möglich, je nach Individuum, Art der Leukämie und der Entwicklung der Krankheit. Diese Faktoren beeinflussen auch die Heilungschancen der Leukämie.

Die Behandlung der akuten Leukämie zielt darauf ab, das Maximum abnormer Zellen zu zerstören. Häufig wird eine intensive Chemotherapie angewendet, kombiniert mit einer Strahlentherapie, Bluttransfusionen und falls nötig einer Knochenmarktransplantation.

Da die Entwicklung der chronischen lymphatischen Leukämie langsam ist, reicht eine einfache Überwachung zu Beginn der Krankheit oft aus. In einem fortgeschrittenen Stadium ist dann meist die Chemotherapie notwendig.

Die Behandlung der chronisch myeloischen Leukämie besteht aus Einnahme von Inhibitoren. Diese Tabletten neutralisieren die Proliferation von leukämischen Zellen. Sie haben jedoch Nebenwirkungen wie Durchfall, Übelkeit, Krämpfe oder Hautreizungen.

• Carina Levent