Netflix geht hart gegen Passwort-Sharing vor: Das sind die Folgen für euch

Netflix hat eine Ankündigung gemacht, mit der das Unternehmen zum ersten Mal seit zehn Jahren Abonnent:innen verliert. Hier erfahrt ihr, was das für euch bedeuten könnte.

Der Streaming-Riese Netflix hat bekannt gegeben, dass er im ersten Quartal 2022 zum ersten Mal seit zehn Jahren 200.000 Abonnent:innen verloren hat. Infolgedessen wird berichtet, dass das Unternehmen möglicherweise eine Gebühr für die gemeinsame Nutzung von Passwörtern erheben und einen billigeren, werbegestützten Tarif einführen wird.

Erwarteter Verlust von zwei Millionen Kund:innen

Es wurde erwartet, dass das Unternehmen 2,5 Millionen zahlende Kund:innen gewinnen würde, aber das Gegenteil ist eingetreten und hat die Analyst:innen überrascht. Der Aktienkurs von Netflix stürzt daraufhin ab.

Fairerweise muss man sagen, dass das Unternehmen Anfang März 700.000 Abonnent:innen verloren hat, nachdem es beschlossen hatte, den Dienst in Russland nach dem Einmarsch in der Ukraine einzustellen. Netflix behauptet, dass es ohne den Krieg in der Ukraine sogar Abonnent:innen hinzugewonnen hätte.

Das Unternehmen hat jedoch gewarnt, dass es im zweiten Quartal voraussichtlich zwei Millionen Abonnent:innen verlieren wird. Einige haben die Frage aufgeworfen, ob der Verlust auf die Preiserhöhungen zurückzuführen ist. Netflix hat seine monatlichen Gebühren in der ganzen Welt bereits erheblich angehoben.

So zahlen viele heute ein Drittel mehr als noch vor zwei Jahren für den gleichen Dienst. Netflix hat den Verlust auf die gemeinsame Nutzung von Passwörtern und den zunehmenden Wettbewerb zurückgeführt.

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Netflix geht hart gegen Passwort-Sharing vor Venti Views / Unsplash

Gebühren für Passwort-Sharing und Werbung

Um die Zahl der Abonnent:innen zu erhöhen und die Einnahmeverluste einzudämmen, könnte das Unternehmen ein weltweites Vorgehen gegen die gemeinsame Nutzung von Passwörtern planen. Netflix hat angedeutet, dass es eine Reihe neuer Maßnahmen ergreifen wird, wie z. B. die Erhebung einer Gebühr für die Weitergabe von Konten außerhalb des eigenen Haushalts und die Einführung eines billigeren, werbegestützten Tarifs.

Netflix-Mitbegründer Reed Hastings hat sich lange gegen die Nutzung von Werbung gewehrt, doch am vergangenen Dienstag änderte das Unternehmen seine Meinung. Hastings sagt in einem Interview:

Diejenigen, die Netflix verfolgt haben, wissen, dass ich gegen die Komplexität der Werbung war und dass ich ein großer Fan der Einfachheit eines Abonnements bin. Aber so sehr ich das auch befürworte, so sehr bin ich auch ein Fan der Wahlfreiheit der Verbraucher:innen. Und jenen Verbraucher:innen, die gerne einen niedrigeren Preis hätten und werbetolerant sind, das zu geben, was sie wollen, macht sehr viel Sinn.

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Aus dem Französischen übersetzt von Ohmymag UK

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