Nierenkolik: Symptome, Dauer, Behandlung, Schmerzen und Therapie

Nierenkolik: Symptome, Dauer, Behandlung, Schmerzen und Therapie

Die Nierenkolik ist ein intensiver Schmerz im Bereich der Nieren. Sie tritt in der Regel infolge eines Nierensteinleidens auf. Was kann man bei einer Nierenkolik tun und welche Behandlung sollte erfolgen? 

Was ist eine Nierenkolik?

Die Nierenkolik ist ein Schmerz, der infolge einer Verstopfung der Harnwege auftritt. Sie ist einer der stärksten Schmerzen, die man erleiden kann. Es handelt sich nicht um eine Krankheit, sondern um ein Symptom, das meist infolge eines Nierensteinleidens auftritt.

Fast 10 % der Bevölkerung in den Industrieländern sind von der Nierenkolik betroffen. In der Hälfte der Fälle treten die Beschwerden erneut auf.

Eine Nierenkolik erfordert eine sofortige Behandlung. Es ist daher wichtig, im Falle des Auftretens der Symptome sofort in die Notaufnahme zu gehen.

Nierenkolik erkennen: Symptome sind vor allem Schmerzen

Das Hauptsymptom der Nierenkolik ist ein sehr intensiver Schmerz im Lendenbereich, der in Richtung der Geschlechtsorgane zieht. Er tritt plötzlich auf und lässt sich nicht durch Ändern der Haltung lindern. Eine Schmerzwelle kann zwischen 10 Minuten und mehreren Stunden dauern.

Die Nierenkolik tritt oft zusammen mit Beschwerden beim Wasserlassen (häufiger und dringender Harndrang, Brennen beim Wasserlassen, Blut im Urin) und Verdauungsbeschwerden (Übelkeit, Erbrechen, Völlegefühl) auf. Im Allgemeinen ist sie auch von den Symptomen Unruhe und Ängstlichkeit begleitet.

Wie entsteht eine Nierenkolik? Ursachen und Zusammenhänge mit anderen Erkrankungen

In den meisten Fällen tritt die Nierenkolik infolge eines Nierensteins auf. Es handelt sich um die Entstehung von Steinen, bestehend aus gelösten Mineralien, die sich in Ansammlungen von mehreren Millimetern Länge im Bereich der Nieren und der Harnröhre ablagern. Dies führt dazu, dass die Harnwege zum Teil oder ganz verstopft werden.  Da die Nieren weiterhin Urin produzieren, kommt es zu einer Stagnierung und damit zu einem Überdruck, der die Schmerzen auslöst.

In viel selteneren Fällen kann es vorkommen, dass eine Nierenkolik durch einen gynäkologischen oder im Bereich der Nieren befindlichen Tumor, eine Harnwegsinfektion, ein Hämatom oder eine Verengung der Harnwege infolge eines chirurgischen Eingriffs auftritt.

Wie kann man eine Nierenkolik heilen? Behandlung und Therapie gegen den Schmerz

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Da sie extrem schmerzhaft ist, erfordert eine Nierenkolik eine sofortige Behandlung in der Notaufnahme. Oberste Priorität hat hier zunächst die Schmerzlinderung. Dazu verschreibt der Arzt Ketoprofen, ein nichtsteroides entzündungshemmendes Mittel, oder Morphin.

Die Behandlung besteht dann darin, den Nierenstein zu verkleinern, damit er ausgeschwemmt wird. Es werden ein entzündungshemmendes Mittel, Analgetika und Spasmolytika eingekommen. Es wird empfohlen, nicht mehr als einen Liter Wasser am Tag zu trinken, um den Druck auf die Nieren nicht zu erhöhen. Wenn die Schmerzen vorübergehen, kann jedoch empfohlen werden, viel zu trinken, um den Nierenstein auszuschwemmen. Die Dauer einer Nierenkolik kann sich allerdings lange hinziehen, auch abhängig davon, ob Nierensteine vorliegen oder nicht. 

Wenn der Nierenstein eine Größe von 10 Millimetern überschreitet und sein spontanes Ausschwemmen unwahrscheinlich ist, ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, um ihn zu entfernen.

Maximilian Kunze
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