5 gruselige urbane Legenden aus Japan

In der japanischen Folklore wimmelt es nur so von gruseligen urbanen Legenden. Hier sind einige Beispiele für Mythen, die euch wahrscheinlich einen Schauer über den Rücken jagen werden.

Zwischen Sadako, Kayako, dem Dämon, der angeblich aus seinem Glasgefängnis ausgebrochen ist, und einer Konstellation von furchterregenden anthropomorphen Dämonen kann man sagen: Die japanische Horrorfolklore ist reich.

Kuchisake-Onna: Die Frau mit dem gespaltenen Mund

Wir beginnen diese Liste mit der berüchtigten Kuchisake-Onna, auch bekant als "Die Frau mit dem gespaltenen Mund". Der Legende nach war sie eine Frau mit einer wunderschönen Plastik und es ist nicht bekannt, ob sie auf den Namen Bella hörte, aber die Einheimischen hatten nur Augen für sie.

Betrunken vor Eifersucht (und vor allem sehr labil) beschloss ihr Samurai-Ehemann, ihr den Mund in zwei Hälften zu spalten, um sie weniger begehrenswert zu machen. "Wer wird dich jetzt noch schön finden?", soll er ihr gesagt haben, während er ihr perfektes Gesicht aufschlitzte.

Es heißt, dass ihr Geist seitdem durch Japan wandert und sie ihre Narbe mit einer chirurgischen Maske verbirgt. Sie geht auf junge Männer zu und fragt sie, ob sie sie hübsch finden. Verneinen sie dies, tötet sie sie mit einer Schere. Wenn sie es bejahen, nimmt sie die Maske ab und stellt ihnen die Frage erneut. Wir lassen euch raten, was mit denjenigen passiert, die es wagen, mit "Nein" zu antworten.

Aka Manto, der rote Mantel

Die Vorgehensweise von Aka Manto mag zum Schmunzeln anregen, ist aber nicht weniger grausam. Es handelt sich dabei um eine geisterhafte Kreatur, die in einen roten Mantel gehüllt ist und in öffentlichen Toiletten auftaucht. Stellen euch vor: Ihr sitzt gemütlich auf dem Thron, als plötzlich ein Geist auftaucht und euc fragt: "Möchtest du blaues oder rotes Toilettenpapier?"

Antwortet ihr "rot", schneidet Aka Manto euch die Kehle durch. Antwortet ihr "blau", erwürgt er euch. In jedem Fall seid ihr erledigt, es sei denn, ihr ignoriert ihn oder lauft weg, ohne Klopapier zu benutzen, sagen manche. Das wäre die einzige Möglichkeit, den Klauen dieser wütenden Fusion aus Mimi Knickerbocker und Morpheus zu entkommen.

Teke Teke

Hat euch die Geschichte von Aka Manto noch nicht genug erschreckt? Hier ist nun die von Teke Teke. Wie bei Kuchisake-Onna geht es um eine traurige Begebenheit: Die Schülerin Reiko Kashima wurde von einer Gruppe von Männern vergewaltigt, als sie einfach nur in der Nähe eines Bahnhofs spazieren ging.

Sie wurde zum Sterben zurückgelassen und wachte einige Augenblicke später auf, weil sie sich nicht mehr bewegen konnte. Als ihr keine andere Wahl blieb, kroch sie nach Hause, wurde jedoch von einem Zug erfasst und in zwei Teile gerissen. Seitdem streift sie auf der Suche nach ihren Beinen um Bahnhöfe herum, wobei "Teke Teke" das Geräusch ist, das ihre Stümpfe machen, wenn sie über den Boden kratzen.

Hier ist ein kleiner Tipp, falls ihr Reiko Kashima begegnet und sie euch fragt, wo eure Beine sind (man weiß ja nie, vielleicht passiert das ja jetzt, wo ihr ihre Geschichte kennt): Antwortet ihr, dass die Beine "Auf der Meishin-Linie" sind und fügt hinzu, dass sie es euch gesagt hat. Wenn ihr etwas anderes antwortet, könntet ihr in eine unangenehme Situation geraten.

Der Kiyotaki-Tunnel

Wir verlassen die Kategorie der Geister und begeben uns in die Kategorie der verfluchten Orte. In einem Vorort von Kyoto befindet sich der Kiyotaki-Tunnel: Dieser 1927 erbaute unterirdische Tunnel wird angeblich von den Geistern seiner Arbeiter heimgesucht, die offensichtlich eher Sklaven als Baufachleute waren.

Um sich zu rächen, würden die Geister Autofahrer erschrecken, indem sie in ihre Wagen eindringen, um Unfälle zu verursachen und/oder sie qualvoll zu töten. Eine weitere Besonderheit dieses Tunnels ist, dass er 444 Meter lang ist (die Zahl 4 ist in Japan verflucht). Nun ja, diese Länge soll je nach Tageszeit, zu der man diesen Ort betritt, unterschiedlich sein!

Aokigahara, der Wald der Selbstmörder

Schließen wir diese Top-Liste mit Aokigahara, dem Wald der Selbstmörder, ab. Dieser 35 km² große, alptraumhaft anmutende Wald hat den Ruf, ein Ort voller Geister zu sein. Dies soll auf die Veröffentlichung mehrerer Werke zurückzuführen sein, in denen Menschen diesen Ort wählen, um sich das Leben zu nehmen. Ein Beispiel hierfür ist Wataru Tsurumis "Vollständige Anleitung zum Selbstmord", in der Aokigahara als idealer Ort für die Selbsttötung genannt wird.

Ähnlich wie das Bermudadreieck sei dieser Ort technikfeindlich: GPS und Smartphones seien dort nicht von Nutzen. Der YouTuber Logan Paul hatte sich einen Spaß daraus gemacht, sich in diesem Wald neben Leichen zu filmen, was zu einem großen Medienrummel führte.

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