Wegen Coronavirus: Kunden prügeln sich im Supermarkt um Toilettenpapier
© Peter Dazeley@Getty Images
Wegen Coronavirus: Kunden prügeln sich im Supermarkt um Toilettenpapier

Wegen Coronavirus: Kunden prügeln sich im Supermarkt um Toilettenpapier

Handgreiflichkeiten, gezückte Messer: In Australien spielen sich in Großsupermärkten surreale Szenen ab. Der Grund ist denkbar banal. Unter den Kunden entflammt ein Streit ... um Toilettenpapier.

Während sich auch bei uns Supermarktkunden aus Angst vor einer häuslichen Quarantäne auf Nudeln, Reis oder Wasser stürzen, nimmt das Hamstern in Australien ein ganz anderes Ausmaß an: Dort ist Toilettenpapier betroffen und löst sogar Handgreiflichkeiten aus.

Drei Frauen kämpfen um eine Packung

Es werden mehrere Szenen gefilmt und in den sozialen Netzwerken geteilt. Eine der markantesten Aufnahmen ist die von drei Frauen, die in einem Großsupermarkt in Sydney zu raufen beginnen.

Das Video verbreitet sich in Windeseile und zählt auf Twitter bereits an die fünf Millionen Aufrufe. Darauf sieht man eine Frau und ihre Tochter im Streit mit einer anderen Frau. Sie ziehen sich an den Haaren, die Ohrfeigen knallen – die Szene hat es in sich!

Es geht so weit, dass das Sicherheitspersonal eingreifen muss. Was für eine traurige Geschichte, wenn man bedenkt, dass es sich hier nur um eine Packung Toilettenpapier handelt...

Ein Mann zückt ein Messer

Im Umland von Sydney ist der Streit der drei Frauen jedoch bei weitem kein Einzelfall. So wird etwa die Polizei in einen Laden in Parramatta Westfield im Westen der Stadt gerufen, da ein Mann ein Messer zückt, um eine andere Kundin zu bedrohen. Laut Berichten der Daily Mail macht er jedoch von seiner Waffe glücklicherweise keinen Gebrauch und es kommt zu keinen Verletzungen.

"Wir sind hier nicht bei Thunderdome oder in Mad Max. Wir brauchen es nicht so weit kommen zu lassen", erklärt Andrew New, stellvertretender Polizeinspektor für New South Wales, in einer Mitteilung an die Presse.

Dies geschieht zu einem Zeitpunkt, als die Supermarktketten damit beginnen, den Toilettenpapierverkauf zu rationieren, um einem möglichen Mangel im Falle einer Coronavirus-Panik vorzubeugen. In Australien gibt es bereits 127 bestätigte Erkrankungen und drei Todesfälle.

Von Sarah Kirsch
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