Was tun, wenn Rötungen nach einer Tätowierung auftreten?

Hat man einmal unter der Nadel gelegen, ist es nicht selten, dass dann auch Rötungen auftreten. In welchen Fällen besteht aber Grund zur Beunruhigung? Wir klären euch auf, was normal ist und wann ihr besser zum Arzt gehen solltet.

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Nach einer Tätowierung (die ihr theoretisch auf Lebenszeit habt), könnt ihr oft hie und da auch Hautrötungen feststellen. Das ist ganz normal, denn ein frisches Tattoo stellt eine Hautverletzung dar - eure Haut ist beim Tätowieren etwas strapaziert worden.

Über mehrere Tage hinweg können dann normalerweise Entzündungsreaktionen beobachtet werden. Dabei rötet sich der tätowierte Bereich und kann etwas schmerzen.

In verschiedenen Fällen liegt das vielleicht an einer zu gewissenhaften Arbeit des Tätowierers, der mit der Nadel mehrmals dieselbe Stelle bearbeitet hat und somit die Haut stärker reizt.

Eine in den Folgetagen unbedenkliche Hautreaktion

Sogar auch kleine Krusten treten manchmal als Folge auf, die dann Juckreiz hervorrufen können. Widersteht dann unbedingt der Versuchung, euch zu kratzen!

Denn auf diese Weise könnt ihr die Zeichnung oder die Farben eures Tattoos beeinträchtigen und zudem dessen Verheilung verzögern. Es besteht zunächst also kein Anlass zur Unruhe. Euer Körper reagiert auf natürliche Art und Weise auf die Gegenwart eines Fremdkörpers.

Der berufsmäßige Tätowierer Nephtali, eher bekannt unter seinem Pseudonym Lefty, arbeitet in einem Tattoo-Studio in Tampa (Florida, USA). Auf YouTube gibt er dann oft Profi-Kommentare wie den folgenden ab:

Wenn ihr immer wieder desinfiziert, verschwinden dann die meisten dieser Rötungen [...] Wenn das alles aber länger dauert, wechselt das Produkt und [...] geht nochmal zu eurem Tätowierer.

Erscheinen nämlich um euer Tattoo herum übermäßig viele Pickel, habt ihr sofort mit der Anwendung eurer Creme aufzuhören. Nach einer sorgfältigen Hautreinigung macht dann mit einem anderen Produkt weiter.

Normalerweise verschwinden alle diese Symptome ohne spezielle Pflegeanwendungen. Folgt für eine gute Verheilung einfach den Empfehlungen eures Tätowierers.

Tattoos sind ein beliebter Körperschmuck, doch nicht alle Stellen sind auf gleiche Weise dafür geeignet. Daniel Lazarov@Pexels

Nach einer gewissen Zeit können beunruhigende Symptome auftreten

Bei folgenden Symptomen müsst ihr allerdings unverzüglich einen Arzt aufsuchen: Wenn sich die rote Fläche vergrößert und nicht weggeht, sich auf den Tattoo-Linien Pickel bilden, die Haut über eine Woche hinaus gerötet bleibt und andere Hautanomalien auffallen, müsst ihr schnell reagieren.

Ein Arztbesuch steht in diesen Fällen an, da bestimmte, beim Tätowieren verwendete Tinten unvorhersehbare allergische Reaktionen auslösen können.

Juckreiz, Schwellungen, mehr oder weniger auffallende Verletzungen können so erst mehrere Tage oder gar Jahre nach der Tattoo-Sitzung auftreten. In diesen Fällen sind dann lokale Kortikoide notwendig, um die Immunantwort abklingen zu lassen. Ab und zu muss dann sogar der Laser oder das Chirurgenmesser zum Einsatz kommen, da die Tinte in der Haut eingeschlossen bleibt.

Wirkt das Tattoo wie eingegraben oder treten Schmerzen, auffallende Rötungen, Hitzewallungen, Fieber oder übel riechende Sekretionen auf, kann es sich auch um eine handfeste Infektion handeln. An manchen Stellen ist es zudem nicht ratsam, sich ein Tattoo stechen zu lassen.

Zu dieser kommt es im Allgemeinen, wenn ihr oder euer Tätowierer nicht die grundlegenden Hygieneregeln befolgen. Infektionen können aber auch ab und zu ohne ersichtlichen Grund entstehen.

Euer Arzt wird euch dann Antibiotika und vielleicht eine Creme zur Wundheilung verschreiben. Wollt ihr euch zu Tattoo-Farben informieren, laden wir auch ein, dazu diesen Artikel zu lesen. Zudem dringt diese Farbe tief in ein bestimmtes Gewebe vor.