Tipp: So bestimmst Du deinen Bewegungsradius im Corona-Hotspot

Vor allem in Hotspots gibt es nun in Deutschland noch strengere Corona-Regeln. In besonders betroffenen Gebieten ist der Bewegungsradius nun auf 15 Kilometer beschränkt. Wir zeigen Dir einen praktischen Trick um deinen persönlichen Radius im Blick zu behalten.

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Um die hohen Infektionszahlen in Deutschland weiter in den Griff zu bekommen, haben Kanzlerin Angela Merkel und die Regierungschefs der Länder den Lockdown bis Ende Januar verlängert und neue Corona-Maßnahmen beschlossen.

Die 15 Kilometer-Regel

Dazu gehört in Hotspots nun auch eine Einschränkung des Bewegungsradius von 15 Kilometern um den Wohnort. Gelten soll dieser in Landkreisen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Eine ähnliche Regelung gibt es in Sachsen schon seit Mitte Dezember.

Lebst du in einem solchen Corona-Hotspot? Dann darfst du dich ohne einen triftigen Grund, etwa den Arbeitsweg, nicht weiter von deinem Wohnort entfernen. Wir verraten Dir, wie Du deinen persönlichen Radius mit Hilfe eines Online-Tools in einer Karte ganz einfach sehen kannst.

Kreisberechnung für jedermann

Während es auf Google Maps selbst noch keine geeignete Funktion gibt, schafft ein kleines Extra-Tool Abhilfe. Rufe hierzu die kostenlose Website Calcmaps.com auf und wähle dann die Option "Radius auf Karte messen" aus. Nun gibst du entweder deine Adresse in das Suchfeld ein oder du zoomst dich in der Kartenansicht an deinen Wohnort heran.

Klicke nun auf den Button "Zeichne einen Kreis" und ziehe mit der Auswahl einen Radius um den ausgewählten eingeben. Mit der Auswahl "Kreis bearbeiten" kannst du den Wohnort nachträglich ändern oder den Radius umstellen. Wie groß der gewählte Radius ist, siehst du außerdem direkt neben der Suchleiste.

So kannst Du deinen persönlichen Radius sehen

Auf dem Handy ist es sogar noch einfacher. Hier genügt der Download der App "Radius auf Karte" für iPhones oder der App "Location Radius" für Android-Mobiltelefone. Beide Angebote sind kostenlos und ermöglichen das einfache Erstellen einer Übersichtskarte. Zudem praktisch: Eine Funktion ermöglicht das Verschicken einer Karte mitsamt dem eingezeichneten Radius.

Der Tagesspiegel berichtete, dass die Radiusbeschränkung ursprünglich bereits für Landkreise mit einem Corona-Inzidenzwert von mehr als 100 Fällen pro 100.000 Einwohner geplant war. Jedoch gab es aus den Ländern wohl heftigen Widerstand – viele hielten den Wert schlichtweg für zu niedrig.

Schon 55 Landkreise betroffen

In zahlreichen Wintersportgebieten kam es zuletzt zu Massenaufläufen Alexandra_Koch@Pixabay

Man einigte sich schließlich auf einen Grenzwert von 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. Aktuell sind also 55 Kreise von der 15-Kilometer-Regel betroffen.

Wie die Kontrolle der neuen Regel in der Praxis umgesetzt wird, ist bislang noch unklar. Mit Tagestourismus soll in der nächsten Zeit jedoch Schluss sein.

Was machst Du hier draußen?

In anderen europäischen Ländern gab es solche Maßnahmen bereits. Oft waren diese mit anderen Einschränkungen kombiniert worden - wie etwa mit einer nächtlichen Ausgangssperre. In Frankreich durften die Menschen zeitweise nur mit einem gültigen "Motiv" den Wohnort verlassen.

Für Spaziergänge oder Sport galt eine Begrenzung von einer Stunde pro Tag in einem Radius von einem Kilometer zum Wohnort. In Katalonien im Nordosten Spaniens gab es letzte Woche die Anordnung, dass die Menschen ihre eigene Stadt zehn Tage lang nur mit einem gültigem Grund verlassen dürfen, etwa um zur Arbeit zu fahren.