Suchtfalle: So vermeidet ihr zu viel Alkohol in der Quarantäne!
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Suchtfalle: So vermeidet ihr zu viel Alkohol in der Quarantäne!

Ein Bierchen hier, ein Glas Rotwein da und dann noch einen Absacker gegen den Stress: In der Quarantäne besteht mehr denn je die Gefahr, einer Alkoholsucht zu verfallen, ohne dass ihr es merkt. Wir geben euch konkrete Tipps, damit das nicht passiert.

In der Zeit der Corona-Krise begeben wir uns in häusliche Isolation, um unsere physische Gesundheit vor dem neuartigen Virus zu schützen. Doch dabei dürfen wir nicht vergessen, dass dieser Rückzug in die Einsamkeit auch schwer auf die Psyche schlagen kann. Forscher beobachten in der Quarantäne einen gefährlichen Trend: Menschen greifen immer öfter zu Alkohol, um mit Stress, Depression und Angstzuständen, die die Isolation so mit sich bringen, umzugehen.

Akute Suchtgefahr während häuslicher Isolation

Der Schein trügt. Während Alkohol für einige von uns zumindest kurzzeitig die Wunden heilt und uns vergessen lässt, was draußen in der Welt so vor sich geht, sorgt er auf lange Sicht für das komplette Gegenteil. In der Quarantäne besteht akute Suchtgefahr, es wird schon früher gefährlich, als man denkt! Damit euch das nicht passiert und ihr euren Alkoholkonsum im Griff behaltet, kommen hier 7 Tipps, die euch dabei helfen werden.

In der Quarantäne trinken viele von uns mehr Alkohol, als uns lieb ist.  Moyo Studio / Getty Images

1. Notiert euch, wie viel Alkohol ihr in der Woche trinkt

Zuallererst solltet ihr protokollieren, wie oft ihr pro Woche zur Flasche greift. Das geht am besten mit einem "Trink-Tagebuch". Es wird euch nicht nur dabei helfen, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, wie es um euren Alkoholkonsum steht. Ihr könnt dann außerdem vergleichen, ob ihr euch aus ärztlicher Sicht noch im akzeptablen Rahmen bewegt. Gegenüber Men's Health erklärt Suchtforscherin Dr. Kirsten Morley:

Die neuesten Erkenntnisse berufen sich auf maximal 10 alkoholische Getränke pro Woche, höchstens vier an einem Tag. Selbst wenn man diese Ratschläge bisher eingehalten hat, lohnt es sich, den Konsum zu verringern.

2. Schreibt euch die Nebenwirkungen von Alkohol auf

Selbst wenn ihr grundsätzlich über die Nebenwirkungen des beliebten Rauschmittels Bescheid wisst, kann es nützlich sein, sie sich noch einmal konkret zu Gemüte zu führen. Fragt in euch hinein und untersucht, wie sich der Alkoholkonsum auf euren aktuellen Gesundheitszustand auswirkt, aber auch, ob ihr euch im Moment bei der Arbeit konzentrieren könnt und eure Beziehungen gut funktionieren.

3. Setzt euch konkrete Ziele, um weniger Alkohol zu trinken

Dr. Morley rät euch, sich konkrete Ziele und kleine Challenges zu stellen, bei denen ihr euch vornehmt, beispielsweise vier Nächte in der Woche nicht zu trinken. Über einen längeren Zeitraum wird euch das dabei helfen, nicht die Motivation zu verlieren.

Ein gewohntes Bild in der Quarantäne: Mit Bier vor dem Fernseher. Dennis Fischer Photography / Getty Images

4. Überlegt euch alternative Beschäftigungen

Aktuell haben viele von uns mehr freie Zeit, als ihnen lieb ist. Da kann es schnell passieren, dass man aus Langeweile anfängt, ein Bier zu trinken und ehe man sich versieht, entsteht ein Saufgelage. Es ist also wichtig, dass ihr alternative Beschäftigungen findet, die euch ablenken. Macht doch einfach etwas mehr Sport, das geht auch im eigenen Wohnzimmer.

5. Nutzt alkoholfreie Alternativen, z.B. alkoholfreies Bier

Mittlerweile schaffen es Brauereien, alternative alkoholfreie Getränke herzustellen, die geschmacklich nicht mehr von ihren alkoholhaltigen Pendants zu unterscheiden sind. Ihr steht auf den Geschmack des Biers? Dann greift doch mal zum Alkoholfreien. Solltet ihr trotzdem einem alkoholischen Getränk nicht widerstehen können, hat Dr. Morley auch hier einen Tipp:

Erarbeitet euch spezielle praktische Strategien, um dem übermäßigen Konsum zu entfliehen, in dem ihr zum Beispiel Trinkmenge und Trinkgeschwindigkeit reduziert, und ihr in eure 'Alkoholsessions' Mahlzeiten einbaut.

6. Überlegt euch im Voraus, wann ihr Alkohol trinken werdet

Oftmals hilft es, Situationen, in denen ihr normalerweise zur Flasche greift, vorherzusehen. Ihr hattet einen anstrengenden Streit am Ende eines langen Tages? Macht euch bewusst, dass jetzt nicht der richtige Zeitpunkt ist, bei einem Glas Wein zur Ruhe zu kommen, wie ihr es sonst tun würdet.

7. Wenn alles nichts bringt

Holt euch professionelle Hilfe: Solltet ihr merken, alleine nicht mehr mit dem Trinken aufhören zu können, dann solltet ihr euch professionelle Unterstützung holen. Bereits Online-Programme können euch dabei helfen, der ungesunden Angewohnheit ein Ende zu bereiten!

Von Thomas Schmitt

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