Lebertran: Schützt uns das Fischöl vor dem Coronavirus?
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Lebertran: Schützt uns das Fischöl vor dem Coronavirus?

Lebertran ist für seine positiven Eigenschaften für die Gesundheit bekannt. Doch könnte das altbewehrte Hausmittel auch gegen Covid-19 helfen?

In Norwegen geht man dieser Frage aktuell auf den Grund und erforscht die Wirkung von Lebertran gegen Covid-19.

Eine weitreichende Studie

Das Universitätsklinikum von Oslo sucht rund 70.000 Freiwillige, die an einer umfangreichen Studie zum Lebertran und dem Coronavirus teilnehmen.Es ist eine der größten Studien, die je in Norwegen durchgeführt wurden und in einem Land mit etwa 5,5 Millionen Einwohnern ist dies nicht unbedingt eine leichte Aufgabe. Allerdings gilt Norwegen auch als einer der Hauptlieferanten dieses wertvollen Öls.

Diese Studie baut auf die bereits im vergangenen März durchgeführte Koronastudie auf. Nachdem sie im Rahmen dieser Studie 150.000 Menschen hinsichtlich ihrer Gewohnheiten befragt haben, fanden die Wissenschaftler heraus, dass Menschen, die regelmäßig Lebertran konsumieren, seltener mit Covid-19 infiziert sind.

Reich an Vitamin D

Ein Wunderöl, das man prophylaktisch einnehmen kann? Arne Soraas ist Arzt und Wissenschaftler im Bereich der Mikrobiologie am Universitätskrankenhaus in Oslo, er erklärt gegenüber dem französischen Magazin Le Monde:

Der Unterschied ist nicht astronomisch, doch ausreichend hoch, als dass wir es uns einmal genauer anschauen.

Vitamin D schützt vor Atemwegsinfektionen

Und das Ergebnis kommt für die Wissenschaftler nicht wirklich überraschend. Lebertran ist reich an Vitamin D, dessen Bedeutung zur Vorbeugung von Atemwegserkrankungen ist bereits allgemein bekannt.

Mindestens jeder fünfte Norweger nimmt Arne Soraas zufolge täglich Lebertran zu sich. Könnte dies womöglich ein Grund dafür sein, warum Norwegen, zu den drei am wenigsten von der Corona-Pandemie betroffenen europäischen Ländern zählt?

Vitamin D – eine bewährte Behandlungsmethode

Für ein abschließendes Urteil diesbezüglich ist es noch zu früh, doch fest steht, dass sich bereits zahlreiche Wissenschaftler auf der ganzen Welt mit dem Zusammenhang zwischen einem Vitamin-D-Mangel und einer Prädisposition für einen schweren Covid-Verlauf beschäftigen.

Viele Krankenhäuser verabreichen den Patienten daher auch Vitamin D. In Kombination mit anderen Therapien erweist es sich durchaus als wirksam. Wir sind gespannt, zu welchem Ergebnis die norwegischen Wissenschaftler kommen werden.

Von Fred Eilig

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