Impfstoff gegen Corona: Johnson & Johnson muss Test wegen mysteriöser Krankheit abbrechen
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Impfstoff gegen Corona: Johnson & Johnson muss Test wegen mysteriöser Krankheit abbrechen

Schlechte Nachrichten für den Pharmakonzern Johnson & Johnson. Das Unternehmen ist gezwungen, die klinische Erprobung seines Coronavirus-Impfstoffs zu stoppen, weil ein Patient an einer unerklärlichen Krankheit erkrankt ist.

Während die Welt vor der zweiten Welle des Coronavirus steht, bemühen sich die Wissenschaftler intensiv um einen Impfstoff. Obwohl es weltweit viele klinische Studien gibt, sind alle noch weit vom Ziel entfernt.

Impfstoffkandidat gilt als Hoffnungsträger

Der Impfstoff des Pharmakonzerns Johnson & Johnson steht mit auf dieser Liste der Impfstoff-Hoffnungen. Doch jetzt der Rückschlag: Die Phase 3 der Studie wird abgebrochen. Ein Patient ist an einer mysteriösen Krankheit erkrankt. In einer Pressemitteilung erklärt das Unternehmen:

Wir haben die zusätzliche Verabreichung eines Covid-19-Impfstoffs in allen unseren klinischen Studien, einschließlich der gesamten Phase 3-Studie, aufgrund einer unerklärlichen Erkrankung eines Teilnehmers vorübergehend gestoppt.

Was bedeutet diese Unterbrechung?

Im vergangenen September rief der Konzern fast 60.000 Freiwillige zur Teilnahme an Phase 3 auf. Der Stopp der Tests führt auch zur Schließung der Online-Plattform für diese Freiwilligen.

Der unabhängige Ausschuss für Patientensicherheit wurde einberufen, obwohl Johnson & Johnson angibt, dass diese Art von Vorfällen "eine erwartete Komponente jeder klinischen Studie, insbesondere großer Studien" sei.

Können die Tests wieder aufgenommen werden?

Eine Untersuchung soll nun klären, ob die mysteriöse Krankheit mit dem Impfstoffversuch zusammenhängt oder ob es eine andere Ursache gibt. Wenn der Impfstoff nicht als Auslöser der Krankheit identifiziert wird, wird Phase 3 wieder aufgenommen.

Sicher ist, dass Johnson & Johnson die Daumen drücken muss, dass der Impfstoff nichts mit der Situation zu tun hat, denn die US-Regierung hat dem Konzern fast 1,45 Milliarden Dollar zur Finanzierung der Impfstoffproduktion zur Verfügung gestellt.

Von Fred Eilig

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