Forscher infiziert sich absichtlich zweimal mit Corona, doch mit diesen Folgen rechnet er nicht
Forscher infiziert sich absichtlich zweimal mit Corona, doch mit diesen Folgen rechnet er nicht
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Forscher infiziert sich absichtlich zweimal mit Corona, doch mit diesen Folgen rechnet er nicht

Wie lange halten uns Antikörper nach einer Corona-Infektion immun gegen das Virus? Um dies herauszufinden, macht ein russischer Wissenschaftler ein krasses Selbstexperiment, dass er schnell bereuen sollte.

Sind wir noch einer Corona-Infektion gegen das Virus immun oder können wir uns zwei mal anstecken? Während die Forschung rund um die Uhr daran arbeitet, einen Impfstoff zu schaffen - der erste vielversprechende Impfstoff ist übrigens schon da! - und dabei auch Tierleben gelassen werden, macht dieser Forscher einen krassen Selbstversuch.

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, unterzieht sich der russische Wissenschaftler Dr. Alexander Chepurnov einem krassen Selbstexperiment: Er infiziert sich absichtlich ein zweites Mal mit Corona!

Im Namen der Wissenschaft: Gefährliches Experiment

Wie Daily Mail berichtet, fängt sich der 69-Jährige im Februar bei einem Skitrip in Frankreich zum ersten Mal das Virus ein. Doch er hat Glück, er muss nicht ins Krankenhaus, da sein Zustand stabil bleibt.

Zurück in Sibirien beginnt er sogleich, zusammen mit seinem Team am Institut für Klinische und Experimentelle Medizin in Nowosibirsk eine Studie über Coronavirus-Antikörper durchzuführen - an seinem eigenen Körper.

Chepurnov möchte wissen, wie schnell die gebildeten Antikörper wieder verschwinden. Die Ergebnisse sind schockierend: "Am Ende des dritten Monats nach dem Tag, an dem ich mich krank fühlte, waren die Antikörper nicht mehr nachweisbar", erzählt der Forscher.

Doch es kommt noch verrückter. Er möchte untersuchen, ob er sich tatsächlich ein zweites Mal mit dem Coronavirus infizieren kann, und sucht deswegen ungeschützt Kontakt zu aktiv betroffenen Covid-Patienten.

Forscher infiziert sich gleich zweimal selbst mit Corona  merry@Getty Images

Zweite Infektion verläuft deutlich schlimmer

Wenn er vorher gewusst hätte, wie schlimm die zweite Infektion für ihn verlaufen sollte, hätte sich Chepurnov vermutlich gegen das riskante Selbstexperiment entschieden.

Zunächst stellt er bei sich eine Halsentzündung fest. Als eine schwere Lungenentzündung einsetzt, muss der 69-Jährige ins Krankenhaus. "Fünf Tage lang hatte ich über 39 °C Fieber. Ich verlor den Geruchssinn, meine Geschmackswahrnehmung veränderte sich", erinnert sich der russische Wissenschaftler.

Die Schlussfolgerungen, die man aus dem Experiment ziehen kann, sind vor allem mit Blick auf mögliche Impfungen düster. Können wir überhaupt eine Herdenimmunität erreichen, wenn wir nur kurzfristig gegen das Virus immun sind? Auch deswegen appellieren Virologen immer wieder an das strikte Einhalten der Corona-Rgeln.

Von Maximilian Vogel

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