Covid-19: Wegen der UV-Strahlen steigen Infektionszahlen im Winter enorm an!

Forscher der der Havard University sind zu erstaunlichen Erkenntnissen gekommen. Ihnen zufolge könnte es einen Zusammenhang zwischen sinkenden UV-Strahlen und steigenden Infektionszahlen geben.

Steigende Zahlen in den Wintermonaten
© Anna Shvets@Pexels
Steigende Zahlen in den Wintermonaten

Bereits seit dem Sommer wissen wir, dass saisonale Veränderungen einen starken Einfluss auf die Ausbreitungsrate des Coronavirus und die Infektionszahlen haben können. Die normale Grippe wird in den kälteren Monaten präsenter, der Vergleich liegt daher nahe, auch wenn sie sich bedeutend unterscheiden. Doch nun gibt die Wissenschaft Aufschluss.

Nun haben Forscher der Harvard John A. Paulson School of Engineering and Applied Sciences in einer Studie herausgefunden, dass der Grund dafür auch die Zu- beziehungsweise Abnahme ultravioletter Strahlen sein könnte.

UV-Strahlen gegen das Coronavirus

Seit Ausbruch der Pandemie untersuchen die Wissenschaftler den Zusammenhang zwischen Infektionszahlen und der jeweiligen UV-Strahlung in mehr als 170 Ländern. Jonathan Proctor ist Teil des Forschungsteams und erklärt:

Das Verständnis der potenziellen Saisonalität bei der COVID-19-Übertragung könnte dazu beitragen, unsere Reaktion auf die Pandemie in den kommenden Monaten besser anzupassen.

Die Ergebnisse der in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichten Studie bestätigen, was wir bereits vermuten durften: In warmen Monaten mit mehr Sonnenstunden ist die Infektionsrate geringer als in kalten, dunklen Monaten - laut der Studie um ganze sieben Prozent.

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Mit UV-Strahlen gegen die Corona-Pandemie? Gerd Altmann@Pixabay

Welche Faktoren spielen noch eine Rolle?

Studien haben gezeigt, dass Coronaviren auf Oberflächen mithilfe von UV-Lampen inaktiviert werden können. Ob sich dies auch auf Menschen übertragen lässt, ist bisher nicht erforscht.

Dennoch gibt es Bedenken, dass ausschließlich die UV-Strahlung für den Rückgang der Infektionszahlen verantwortlich ist, wie Tamma Carleton aus dem Forschungsteam erklärt:

Wir sind uns des UV-Effekts sicher, aber das ist nur ein Teil des Gesamtbildes der Saisonalität.

Wahrscheinlicher ist, dass noch weitere Faktoren dazu beitragen, dass die Ausbreitung bei warmem, sonnigen Wetter verlangsamt wird. Zum Beispiel, dass sich die Leute mehr draußen aufhalten, wo die Ansteckungsgefahr geringer ist und ihr Immunsystem durch den höheren Vitamin-D-Haushalt gestärkt ist. Denn Jonathan Proctor erinnert:

Wie wir in diesem Sommer in den USA gesehen haben, ist es unwahrscheinlich, dass die UV-Exposition allein die Ausbreitung des Virus ohne starke soziale Distanzierungsmaßnahmen stoppen kann.

Weiterführende Studien von Nöten

Unabhängig davon, welche Faktoren zu dem Rückgang der Infektionszahlen beitragen, steht für die Wissenschaftler fest: Je höher die UV-Strahlung, desto geringer die Ausbreitungsrate. In weiterführenden Studien muss nun herausgefunden werden, welcher Mechanismus zu diesem UV-Effekt führt.

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