Covid-19: Diese Medikamente wurden im vergangenen Jahr besorgniserregend viel eingenommen
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Covid-19: Die Einnahme dieser Medikamente hat im vergangenen Jahr besorgniserregend zugenommen

Die Corona-Krise stellt uns alle auf eine gewaltige Probe, die manche besser meistern als andere. Dies beweist auch die besorgniserregende Zunahme der Einnahme einiger Medikamente im vergangenen Jahr. Darunter kardiovaskulärer Arzneimittel und Antidepressiva.

Die ständigen Lockdowns bleiben weltweit nicht ohne Folgen für die physische und psychische Gesundheit der Menschen. Das ist auch in Frankreich der Fall.

Wie eine neue Studie verdeutlicht, bewegen sich die Hälfte der Franzosen seit Ausbruch der Corona-Krise nicht einmal mehr die empfohlenen 30 Minuten pro Tag. Hinzu kommt, dass 22 Prozent unter starken Angststörungen leiden. Deutlich mehr als noch vor der Pandemie.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in der Verschreibung von Medikamenten wider, wie die am 27. Mai veröffentlichte Studie der wissenschaftlichen Interessensvereinigung Epi-Phare aufzeigt.

Bewegungsmangel: Diabetes-Medikamente und Statine

Der Bericht befasst sich mit dem Zeitraum vom 16. März 2020 bis zum 25. April 2021 und basiert auf vier Milliarden erstattungsfähigen Verschreibungen. Die Untersuchungen zeigen, dass Verschreibungen von Diabetes- sowie kardiovaskulären Medikamenten in dieser Periode zugenommen haben.

Demnach stiegen Verschreibungen von blutdrucksenkenden Medikamenten um 14,7 Prozent, von Diabetes-Medikamenten um elf Prozent und Statinen, Arzneimitteln gegen einen zu hohen Cholesterinspiegel, um 24 Prozent. Das betrifft insbesondere Patienten die bis dato mit dem entsprechenden Krankheitsbild nicht in Behandlung waren.

Ursache für diese Entwicklung sehen die Experten maßgeblich im Rückgang der körperlichen Betätigung, welche das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen und Diabetes erhöht.

Lockdown und Antidepressiva

Allerdings handelt es sich dabei nicht um die einzige besorgniserregende Beobachtung, die die Wissenschaftler während ihrer Forschungen machen: Dem Bericht zufolge ist auch die Vergabe von Medikamenten gegen Angstzustände und Schlafstörungen von fünf auf 13 Prozent gestiegen.

Hinzu kommt ein Anstieg von Antidepressiva um 1,9 Millionen, bei Beruhigungsmitteln um 3,4 Millionen und um 1,4 Millionen bei Schlafmitteln. Auch die Abgabe von Arzneimitteln zur Behandlung von Alkoholsucht hat seit Anfang 2021 zugenommen. Diese Ergebnisse zeigen, welch einen schwerwiegenden Einfluss die Corona-Pandemie auf die Bevölkerung hat.


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